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Pressemitteilungen 2014 - Februar


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PM 8 / 2014
04.02.2014

Im Durchschnitt bezahlte 2013 jeder Haushalt in Sachsen-Anhalt 555 EUR für Trinkwasser und die Beseitigung des Abwassers

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilte, wurde am Stichtag 01.01.2013 bei den verbrauchsabhängigen Kosten für Trinkwasser im Landesdurchschnitt brutto 1,64 EUR je Kubikmeter bezahlt. Damit waren gegenüber dem Jahr 2012 durchschnittlich drei Cent mehr zu entrichten. Die durchschnittliche Trinkwassergrundgebühr betrug 2013 je Haushalt 101,84 EUR und somit 4,12 EUR weniger als 2012. Bei der Grundgebühr handelt es sich um die haushaltüblichen verbrauchsunabhängigen Kosten.  

Die Spannbreite beim Kubikmeterpreis für Trinkwasser reichte von 0,86 EUR (Stadt Burg im Landkreis Jerichower Land) bis 3,95 EUR (Stadt Oberharz am Brocken im Landkreis Harz). 
Eine Trinkwassergrundgebühr wurde 2013 in allen Gemeinden Sachsen-Anhalts erhoben, wobei in der Gemeinde Berga im Landkreis Mansfeld-Südharz mit 21,12 EUR die niedrigste und in der Stadt Weißenfels im Burgenlandkreis mit 170,95 EUR die höchste Grundgebühr im Gemeindedurchschnitt erhoben wurde. 

Für Abwasser waren Anfang 2013 landesweit wie im Jahr zuvor im Durchschnitt 3,09 EUR für jeden Kubikmeter, bezogen auf die Menge des Frischwasserbezuges, zu zahlen. Für die verbrauchsunabhängige jährliche Abwassergrundgebühr wurden im Landesdurchschnitt 121,27 EUR erhoben. Das sind 3,18 EUR mehr als im Jahr zuvor. 

Die Entgelte für den Kubikmeter Schmutzwasser streuten zwischen 1,55 EUR und 5,29 EUR. In der Stadt Haldensleben, den Gemeinden Bülstringen, Süplingen und Westheide im Landkreis Börde wurde der niedrigste Verbrauchspreis erhoben. In den Städten Alsleben (Saale) und Könnern (beide Salzlandkreis) waren über 5 EUR für dieselbe Menge Schmutzwasser zu zahlen, allerdings war hier keine Grundgebühr zu entrichten.
Die Unterschiede bei der jährlichen Grundgebühr für das Abwasser waren beträchtlich. In 36 Gemeinden des Landes wurde diese Gebühr nicht erhoben. Die Einwohner der Städte Naumburg (Saale) und Stößen sowie der Gemeinden Mertendorf und Wethau (alle Burgenlandkreis) zahlten 31,20 EUR im Jahr.  In den Städten Bad Bibra, Freyburg (Unstrut) und Laucha an der Unstrut sowie der Gemeinde Balgstädt (ebenfalls alle Burgenlandkreis) waren dagegen 247,32 EUR zu entrichten.

Ein Vergleich der in den kreisfreien Städten und Gemeinden erhobenen Gebühren wird durch die unterschiedlichen Gebührensysteme erschwert.
Um die tatsächlichen gebührenseitigen Aufwendungen besser vergleichbar zu machen, wurde vom Statistischen Landesamt eine Modellrechnung durchgeführt.
Zugrunde gelegt wurde ein durchschnittlicher Haushalt mit zwei Personen und einem Verbrauch von 35 Kubikmeter Wasser pro Person und Jahr.
Danach waren 2013 in 67 Gemeinden weniger als 500 EUR, in 75 zwischen 500 und 600 EUR zu zahlen. In 43 Gemeinden bewegten sich die Forderungen für die Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung zwischen 600 und 700 EUR. In 29 Gemeinden lagen diese noch höher. Mit über 752 EUR pro Jahr war die finanzielle Belastung der Haushalte in der Gemeinde Muldestausee im Landkreis Anhalt-Bitterfeld am höchsten. Die Gebühren, die in der Stadt Gardelegen im Altmarkkreis Salzwedel erhoben wurden, erreichten mit 356 EUR nicht einmal die Hälfte des Höchstbetrages. 

Die Ergebnisse beruhen auf einer jährlichen Erhebung, die das Statistische Landesamt in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Umweltschutz und Landesverwaltungsamt durchführt. Befragt wurden Unternehmen und Verbände sowie Gemeinden, die Anlagen der öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung betreiben. 

Weiterreichende Informationen und Ergebnisse aller Gemeinden können dem Internetangebot des Statistischen Landesamtes (www.statistik.sachsen-anhalt.de), sowie den in Kürze erscheinenden Statistischen Bericht „Wasser- und Abwasserentgelte in Sachsen-Anhalt - Berichtsjahr 2013“ entnommen werden.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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