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Pressemitteilungen 2014 - Februar


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03.02.2014

Weltkrebstag 2014

Der Weltkrebstag wurde 2006 von der Union internationale contre le cancer, der Weltgesundheitsorganisation und anderen Organisationen ins Leben gerufen und wird seitdem jedes Jahr am 4. Februar begangen. Dieser Tag hat zum Ziel die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Als Krebs wird in der Medizin eine unkontrolliert wachsende Gewebeneubildung (bösartiger Tumor) verstanden. Dabei werden gesunde Körperzellen verdrängt und zerstört.

An bösartigen Neubildungen (Krebs) verstarben im Jahr 2012 nach Ergebnissen der Todesursachenstatistik 7 890 Einwohner Sachsen-Anhalts, davon 4 418 Männer und  3 472 Frauen. Das waren 26,0 Prozent aller Todesfälle. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Rückgang um 107 Sterbefälle.

Im Jahr 2012 hatten die Landkreise Saalekreis und Mansfeld-Südharz prozentual die jeweils höchsten Werte (28,2 Prozent bzw. 27,5 Prozent) an Krebstoten zu verzeichnen, die prozentual niedrigste Krebstotenzahl wurde im Landkreis Jerichower Land (21,9 Prozent) festgestellt.

Unter den bösartigen Neubildungen treten besonders häufig die Neubildungen der Verdauungsorgane auf. Daran erlagen im Jahr 2012 insgesamt 2 602 Personen (1 481 Männer und 1 121 Frauen) und machen damit rund ein Drittel aller Krebstoten aus. Darunter verstarben 922 an Darmkrebs, 546 an Bauchspeicheldrüsenkrebs, 422 an Magenkrebs und 308 an Leberkrebs.

Lungenkrebs führte in insgesamt 1 494 Fällen zum Tod, die Mehrzahl davon waren Männer (1 089 Verstorbene). Bei 15,7 Prozent der Frauen, welche dem Krebs erlagen, wurde Brustkrebs als Todesursache festgestellt und bei 11,0 Prozent der Männer war dies der Prostatakrebs.

 

Im Jahr 2012 wurden aufgrund eines Krebsleidens  48 619 Einwohner Sachsen-Anhalts in einem Krankenhaus behandelt, davon 28 092 Männer und  20 527 Frauen. Das waren insgesamt 1 593 Behandlungsfälle bzw. 3,2 Prozent weniger als im Jahr 2011.

21,9 Prozent der Krebspatienten (6 805 Männer und 3 858 Frauen) wurde wegen bösartiger Neubildungen im Verdauungsapparat behandelt, die Hälfte dieser Patienten (3 449 Männer und 1 948 Frauen) allein wegen Darmkrebs. Bei 4 665 Männern und 1 726 Frauen war eine Behandlung wegen Lungenkrebs in einem Krankenhaus notwendig. Brustkrebs machte bei 3 143 Frauen einen Krankenhausaufenthalt erforderlich und bei 2 346 Männern war es der Prostatakrebs.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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