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Pressemitteilungen 2014 - Februar


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18.02.2014

Sachsen-Anhalts Wirtschaft verfügt über ein Bruttoanlagevermögen von 312 Mrd. Euro

Im Land Sachsen-Anhalt existierten zum Jahresende 2010 Vermögenswerte an Bauten und Ausrüstungen in Höhe von insgesamt 312 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Plus von 7 Mrd. Euro bzw. 2,2 Prozent. Das ergaben neueste Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, dem auch das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt angehört. Damit liegen für das Anlagevermögen die ersten Ergebnisse nach der neuen Wirtschaftszweiggliederung WZ 2008 und nach der VGR-Revision 2011 vor. Diese Ergebnisse sind mit Veröffentlichungen aus Vorjahren nicht vergleichbar.

 

Die Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) werden in etwa fünf- bis zehnjährigen Abständen überarbeitet, um neue Konzepte einzuführen, methodische Verbesserungen zu realisieren und neue Datenquellen zu erschließen. Die Revision 2011 diente in erster Linie der Umstellung der VGR auf die neue Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008). Die WZ 2008 weist wesentliche strukturelle Änderungen gegenüber der bisherigen WZ 2003 aus. Insbesondere der Dienstleistungsbereich wird stärker als bisher differenziert und mehrere Abschnitte wurden neu geschaffen, z. B. der Abschnitt „Information und Kommunikation. Die Revision 2011 wurde auch dazu genutzt, die bisherigen Berechnungsmethoden grundlegend und systematisch zu prüfen.

Schwerpunkt der Revision der Anlagevermögensrechnung war neben der WZ-Umstellung die Veränderung der Preisbasis. Die bisher angewandte Festpreisbasis wurde umgestellt auf eine Preisbereinigung auf Vorjahrespreisbasis. Grundlage dafür sind verkettete Volumenangaben, die die reale Entwicklung der Investitionen nachweisen. Seit der Revision 2011 werden die Bestände an Anlagevermögen als Jahresendbestände nachgewiesen. Vor der Revision wurden sie als Jahresanfangsbestände erfasst.

 

Bruttoanlagevermögen

 

Das Anlagevermögen des Jahres 2010 bestand mit 255 Mrd. Euro überwiegend aus Bauten, zu denen neben Wohn- und Nichtwohnbauten auch Brücken, Straßen, Flugplätze, Kanäle u. Ä. zählen. Gegenüber dem Vorjahr stieg das Bauvermögen um 6 Mrd. Euro bzw. 2,5 %. Sachsen-Anhalts Entwicklung fiel stärker aus als deutschlandweit (+ 2,3 %). In der langfristigen Betrachtung der letzten 5 Jahre stieg das Bauvermögen um 22,6 %.

Mit 57 Mrd. Euro befanden sich 15 Prozent des Anlagevermögens in Ausrüstungen und sonstigen Anlagen. Dazu gehören Maschinen, maschinelle Anlagen, Fahrzeuge, Computerprogramme sowie alle nicht fest mit Gebäuden verbundene Anlagen.

Das Ausrüstungsvermögen stieg gegenüber dem Jahr 2009 um eine Mrd. Euro bzw. 0,8 % und lag unter dem Bundesdurchschnitt von +1,3 %. Mit diesem unterdurchschnittlichen Zuwachs setzte sich in Sachsen-Anhalt die Entwicklung der letzten 5 Jahre fort.

Langfristig betrachtet erhöhte sich das Ausrüstungsvermögen seit dem Jahr 2005 in Sachsen-Anhalt um 7,8 % und in Deutschland um 11,6 %.

 

Strukturell verteilte sich das Anlagevermögen zu 3,5 % auf die Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, zu 22,3 % auf das Produzierende Gewerbe und zu 74,2 % auf den Dienstleistungsbereich.

 

Ausführliche Ergebnisse zum Anlagevermögen für Sachsen-Anhalt und alle anderen Bundesländer finden Sie in der Gemeinschaftsveröffentlichung Reihe 1 Band 4 „Anlagevermögen in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland 1991 bis 2010“, die auf der Internetseite des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder unter www.vgrdl.de veröffentlicht wird.

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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