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Pressemitteilungen 2014 - Februar


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PM 10 / 2014
13.02.2014

Jeder siebente Erwerbstätige Sachsen-Anhalts pendelt aus

Im Jahresdurchschnitt 2012 hatten 1 087 200 Erwerbstätige ihren Wohnort in Sachsen-Anhalt. Andererseits arbeiteten hier 1 004 900 Erwerbstätige.  Damit hatte unser Land einen Auspendler-überschuss von 82 300 Personen.

 

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilte, sank im Jahr 2012 die Zahl der in Sachsen-Anhalt wohnenden Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahr um 4 500 Personen oder 0,4 Prozent und die der hier arbeitenden um 5 600 Personen oder 0,6 Prozent.

 

 

Erwerbstätige am Wohn- bzw. Arbeitsort Sachsen-Anhalt von 2005 bis 2012

(in 1 000 Personen)

 

Jahr

Erwerbstätige

Pendlersaldo

Einpendler

Auspendler

am Wohnort

am Arbeitsort

 

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

 

1 067,3

1 077,7

1 094,2

1 105,3

1 095,2

1 095,4

1 091,7

1 087,2

 

   988,9

   997,2

1 009,5

1 016,9

1 011,2

1 013,6

1 010,5

1 004,9

 

- 78,4

- 80,5

- 84,7

- 88,4

- 84,1

- 81,8

- 81,1

- 82,3

 

53,8

55,3

57,9

59,7

61,2

63,1

65,4

64,8

 

132,2

135,8

142,7

148,1

145,3

144,9

146,5

147,1

 

 

Da mehr Erwerbstätige in Sachsen-Anhalt wohnten als arbeiteten, hat unser Land einen negativen Pendlersaldo, also einen Auspendlerüberschuss. Im Jahr 2012 nahm der negative Pendlersaldo zu und betrug 82 300 Personen (Vorjahr - 81 100 Personen).

 

Im Jahr 2012 sank die Zahl der Einpendler um 600 Personen, die Zahl der Auspendler stieg dagegen um 600 Personen. Der Anteil der Auspendler an den hier wohnenden Erwerbstätigen betrug 13,5 Prozent (Vorjahr 13,4 Prozent), das heißt, dass jeder siebente hier wohnende Erwerbstätige seinen Arbeitsplatz außerhalb Sachsen-Anhalts hatte. Dagegen betrug der Anteil der Einpendler an den hier arbeitenden Erwerbstätigen im Jahr 2012 wie im Vorjahr nur 6,5 Prozent.

 

Der größte Teil der Einpendler kam aus den angrenzenden Ländern, insbesondere aus Sachsen, gefolgt von Thüringen, Brandenburg und Niedersachsen. Hauptziel der Auspendler war Niedersachsen, gefolgt von Sachsen und Thüringen

 

 

Pendler

 

 

Diese hier vom Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ vorgelegten Jahresdurchschnittszahlen der Erwerbstätigen am Arbeits- und am Wohnort sind abgestimmt auf den Berechnungsstand des Statistischen Bundesamtes vom August 2013. Sie werden ab 2008 auch als Quartalsergebnisse zur Beobachtung des unterjährigen Verlaufs veröffentlicht.

 

Detaillierte Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Internetseite des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt www.statistik.sachsen-anhalt.de unter Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder (Regionalberechnungen zur Erwerbstätigkeit) oder auf der Homepage des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ www.ak-etr.de abgerufen werden.

 

 

 

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe des jeweiligen Berichtszeitraumes zum einen nach dem Inlandskonzept (Erwerbstätige am Arbeitsort). Erfasst werden alle Personen, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zuzüglich der außerhalb dieses Gebietes wohnenden Personen, die als Einpendler in diese Region ihren Arbeitsort erreichen. Zum anderen erfolgt der Nachweis nach dem Inländerkonzept (Erwerbstätige am Wohnort). Hier werden alle Personen erfasst, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zusätzlich aber auch diejenigen Personen, die zwar in diesem Gebiet wohnen, aber als Auspendler ihren Arbeitsort in anderen Regionen haben. Zu den Erwerbstätigen rechnen alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und geringfügig Beschäftigte) oder als Selbstständige einschl. deren mithelfenden Familienangehörigen, eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Grundlage für diese Definition bilden die von der International Labour Organisation (ILO) aufgestellten Normen, die im Einklang mit den entsprechenden Definitionen im Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 1995 stehen.

Hinweis: Im Rahmen der Revision 2011 wurden die Jahre ab 1991 auf die neue Klassifikation der Wirtschaftszweige WZ 2008 umgestellt und überarbeitet. Dabei wurden auch methodische Weiterentwicklungen vorgenommen und neue Datenquellen einbezogen. Vergleiche mit den Ergebnissen vor der Revision sind nur eingeschränkt möglich.

 

 

 

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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