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Pressemitteilungen 2013 - Dezember


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PM 105 / 2013
19.12.2013

Stadt Dessau-Roßlau hatte 2011 mit durchschnittlich 1 525 Stunden höchste Pro-Kopf-Arbeitszeit im Land

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilte, liegen neue Zahlen über das Arbeitsvolumen der Erwerbstätigen auf Kreisebene für die Jahre 2000 bis 2011 vor. 

Nach diesen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ zeigte sich, dass es innerhalb unseres Landes deutliche regionale Unterschiede beim Arbeitsvolumen gab. Im Jahr 2011 wurden insgesamt in Sachsen-Anhalt 1 511,2 Millionen Stunden gearbeitet, das entsprach 1 493 Stunden je Erwerbstätigen (Bundesdurchschnitt 1 406 Stunden). Dabei erreichte die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau mit einer jährlichen Pro-Kopf-Arbeitszeit von 1 525 Stunden den höchsten Wert. Es folgten die Landkreise Jerichower Land mit 1 519 Stunden, Anhalt-Bitterfeld mit 1 516 Stunden und Saalekreis mit 1 509 Stunden. Die geringsten Arbeitszeiten wiesen der Landkreis Salzlandkreis mit 1 463 Stunden sowie die kreisfreien Städte Halle mit 1 462 Stunden und Magdeburg mit 1 472 Stunden aus. 

Im Vorjahr betrug die Pro-Kopf-Arbeitszeit noch 1 496 Stunden (Bundesdurchschnitt 1 407 Stunden). Hier reichte die Spannweite innerhalb unseres Landes von jeweils 1 473 Stunden im Landkreis Salzlandkreis und in der kreisfreien Stadt Halle bis 1 527 Stunden in der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau. Im Jahr 2000 wurden jährlich noch 1 570 Stunden je Erwerbstätigen gearbeitet (Bundesdurchschnitt 1 471 Stunden). Die höchsten Pro-Kopf-Arbeitszeiten hatten hier die Landkreise Saalekreis (1 599 Stunden) und Anhalt-Bitterfeld (1 598 Stunden), die niedrigsten Werte wiesen die kreisfreien Städte Halle (1 532 Stunden) und Magdeburg (1 548 Stunden) aus. 

Die große Spannweite der Arbeitszeiten innerhalb des Landes ist darauf zurückzuführen, welche Größenordnung geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, Teilzeitarbeit und der Anteil der Selbstständigen im jeweiligen Kreis haben. Dabei ist vor allem die Wirtschaftsstruktur des Kreises entscheidend. So ist die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit dort höher, wo Minijobs und Teilzeitbeschäftigung eine eher untergeordnete Rolle spielen. Regionale Sondereinflüsse, wie beispielsweise stark vom Durchschnitt abweichende Arbeitszeitregelungen eines die Region bestimmenden Unternehmens, können bei dem mit Hilfe von Indikatoren regional aufgeteilten Arbeitsvolumen jedoch nicht berücksichtigt werden. Aus diesem Grund wird hier auch vom Standard-Arbeitsvolumen gesprochen.

Bei den Daten handelt es sich um Kreisergebnisse zum Berechnungsstand der Länderergebnisse vom Herbst 2012 (Bundeseckwert August 2012). Dabei wurden die Ergebnisse der Jahre 2008 bis 2010 auf die neuen Länderergebnisse abgestimmt sowie das Jahr 2011 erstmals berechnet. Im Rahmen der Revision 2011 wurden ebenfalls die Jahre 2000 bis 2007 überarbeitet, auf die neue Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) umgestellt sowie neue Datengrundlagen und Informationen berücksichtigt. Die Ergebnisse sind mit den Ergebnissen vor der Revision nicht vergleichbar. 

Ergebnisse dieser Berechnungen werden in der Gemeinschaftsveröffentlichung Standard-Arbeitsvolumen in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland 2000 bis 2011, Reihe 2, Band 2“ publiziert. Sie liegt in elektronischer Form vor und kann kostenlos beim Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt (shop@stala.mi.sachsen-anhalt.de) bestellt werden oder auf der Homepage des Arbeitskreises unter www.ak-etr.de heruntergeladen werden. 

Weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Internetseite des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt www.statistik.sachsen-anhalt.de unter Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder (Regionalberechnungen zur Erwerbstätigkeit) oder auf der Homepage des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ www.ak-etr.de abgerufen werden.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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