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Pressemitteilungen 2012 - Dezember


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PM 110 / 2012
19.12.2012

Höchste Wirtschaftskraft im Saalekreis

Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes erreichte Sachsen-Anhalt im Jahr 2010 ein nominales Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Höhe von 49 772 Mill. EUR. Die größten Anteile daran hatten mit 13,6 Prozent die Landeshauptstadt Magdeburg, mit 11,0 Prozent die kreisfreie Stadt Halle (Saale) und mit 10,5 Prozent der Saalekreis.
Das ergaben aktuelle Berechnungen des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“. Mit diesen neuen Ergebnissen werden erstmals Angaben zum regionalen Bruttoinlandprodukt nach der VGR Revision 2011 vorgelegt, in der die neue Wirtschaftszweigklassifikation 2008 eingeführt wurde.
 

Von der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 waren die kreisfreien Städte und die Landkreise in unterschiedlichem Maße betroffen. Am stärksten ging das BIP in den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld (- 16,8 %), in der Börde (- 13,8 %) und im Harz (- 8,3 %) zurück. Wirtschaftlich gut behaupten konnten sich die 3 kreisfreien Städte mit Zuwächsen von 6,2 Prozent in der Landeshauptstadt Magdeburg, mit 1,4 Prozent in der Stadt Halle und 0,9 Prozent in der Stadt Dessau-Roßlau. 

Vom wirtschaftlichen Aufschwung im Jahr 2010 profitierten die Landkreise stärker als die kreisfreien Städte. Den höchsten Zuwachs beim BIP erreichten der Landkreis Anhalt-Bitterfeld (+ 9,8 %) und der Saalekreis (+ 9,1 %); gefolgt von den Landkreisen Mansfeld-Südharz und Wittenberg. In der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau und der Landeshauptstadt Magdeburg kam der wirtschaftliche Aufschwung nicht zum Tragen, hier sank das BIP um 3,9 bzw. 1,1 Prozent.
Bei 5 von den insgesamt 14 Regionen des Landes lag das BIP des Jahres 2010 über dem Wert des Vorkrisenjahres 2008. In 9 Regionen konnten die Folgen der Wirtschaftskrise noch nicht wettgemacht werden, das BIP reichte im Jahr 2010 nicht an das Niveau des Jahres 2008 heran. 

Die höchste Wirtschaftsleistung (gemessen als Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen) in Sachsen-Anhalt erreichte im Jahr 2010 der Saalekreis mit 64 407 EUR je Erwerbstätigen, das sind rund 15 000 EUR mehr als durchschnittlich in Sachsen-Anhalt. Ebenfalls über dem Durchschnitt liegende Werte gab es in den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld, in der Börde, im Burgenlandkreis, im Jerichower Land und im Landkreis Wittenberg. Die Regionen mit der geringsten Wirtschaftsleistung sind der Landkreis Harz und die kreisfreien Städte Halle (Saale) und Dessau-Roßlau.

Über weitere detaillierte regionale Ergebnisse Sachsen-Anhalts für die Jahre 2008 bis 2010 informiert der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Bruttoinlandsprodukt, Bruttowertschöpfung in den kreisfreien Städten und Landkreisen 2008 – 2010“.
Revidierte  Regionalergebnisse  für  alle  kreisfreien  Städte   und   Landkreise   Deutschlands   veröffentlicht   der  Arbeitskreis  „Volkswirtschaftliche   Gesamtrechnungen   der   Länder“  in  der   Gemeinschaftsveröffentlichung  zum  Bruttoinlandsprodukt  und  zur  Bruttowertschöpfung  2008 
 2010.

 

BIP



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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