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Pressemitteilungen 2012 - Dezember


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PM 109 / 2012
18.12.2012

Pflegebedürftigkeit in Sachsen-Anhalt um 9,1 Prozent gestiegen

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilte, erhielten zum Jahresende 2011 im Land 88 021 Personen Leistungen aus der Pflegeversicherung. Aufgrund der Ergebnisse der aller zwei Jahre stattfindenden Pflegestatistik entspricht das einem Anstieg von 9,1 Prozent gegenüber dem Berichtsjahr 2009. Auf 1 000 Einwohner Sachsen-Anhalts waren 38 Personen pflegebedürftig.

Im Jahr 1999 wurden pflegerische Leistungen von jedem 40. Sachsen-Anhalter beansprucht. Im Berichtsjahr 2011 betraf dies schon jeden 26. Einwohner

86,4 Prozent der Pflegebedürftigen waren 65 Jahre und älter. Aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung stellen die Frauen den größeren Anteil mit 70,3 Prozent der Pflegebedürftigen dieser Altersgruppe.

In Sachsen-Anhalt gab es 521 ambulante Pflegedienste. Das waren 10 Dienste (1,9 %) mehr als  2009.  Insgesamt 22 525 Pflegebedürftige wurden von 8 752 Beschäftigten ambulant in häuslicher Umgebung betreut. Das sind 25,6 Prozent aller Pflegebedürftigen. Gegenüber 2009 waren das 1 735 Pflegebedürftige (8,4 %) und 848 Beschäftigte (10,7 %) mehr.

In den 471 stationären Pflegeeinrichtungen (Pflegeheimen) wurden 26 851 pflegebedürftige Menschen vollstationär versorgt, das waren 30,5 Prozent der Pflegebedürftigen (nachrichtlich: teilstationäre Pflege erhielten 1 074 Pflegebedürftige). Im Vergleich zu 2009  gab es 33 Einrichtungen (7,5 %) mehr. Bei den Pflegebedürftigen, die stationär versorgt wurden, war ein Anstieg um 1 626 Personen (6,4 %) zu verzeichnen. In den Pflegeheimen wurden 18 600 Personen beschäftigt, 1 299 (7,5 %) mehr als am Jahresende 2009.

Weitere 43,9 Prozent bzw. 38 645 Personen erhielten 2011 Pflegegeld.

56,6 Prozent der pflegebedürftigen Personen wurden durch den medizinischen Dienst als erheblich pflegebedürftig (Pflegestufe I) eingestuft, 33,4 Prozent als schwerpflegebedürftig (Pflegestufe II) und 9,7 Prozent als schwerstpflegebedürftig (Pflegestufe III). Für 284 vollstationär Versorgte in Pflegeheimen war am Erhebungsstichtag noch keine Pflegestufe festgelegt worden.

 

Merkmal

2011

2009

1999

Differenz
absolut
2011/1999

Differenz
absolut
2011/2009

Ambulante Pflegedienste

521

511

481

+ 40

+ 10

Stationäre Pflegeheime

471

438

260

+ 211

+ 33

Verfügbare Plätze vollstationäre Dauerpflege

28 193

26 603

18 936

+ 9 257

+ 1 590

Verfügbare Plätze Kurzzeitpflege

260

304

355

- 95

- 44

Verfügbare Plätze Tagespflege

880

644

278

+ 602

+ 236

Verfügbare Plätze Nachtpflege

16

48

51

- 35

-32

Pflegebedürftige ambulant

22 525

20 790

14 198

+ 8 327

+ 1 735

Pflegebedürftige stationär

26 851

25 2251)

17 608

+ 9 243

+ 1 626

    nur nachrichtlich:
teilstationäre Pflege2)

1 074

706

 

 

+ 368

Pflegegeldempfänger/innen

38 645

34 652

34 810

+ 3 845

+ 3 993

Pflegebedürftige insgesamt2)

88 021

80 667

66 616

+ 21 405

+ 7 354

Dar.    Pflegestufe I

49 826

44 657

33 569

+ 16 257

+ 5 169

            Pflegestufe II

29 364

27 810

25 399

+ 3 965

+ 1 554

            Pflegestufe III

8 752

7 965

7 062

+ 1 690

+ 582

Pflegebedürftige insg.
 je 1 000 der Bevölkerung

38,1

34,2

25,0

+ 13,1

+ 3,9

Pflegebedürftige 65 Jahre u.   älter

76 042

69 892

53 041

+ 23 001

+ 6 150

Pflegebedürftige 65 Jahre u. älter
je 1 000 der Bevölkerung dieser Altersgruppe

135,5

122,6

118,7

+ 16,8

+ 12,9

Personal ambulant

8 752

7 904

4 832

+ 3 920

+ 848

Personal stationär

18 600

17 301

9 869

+ 8 731

+ 1 299

 

1)    ab 2009 nur vollstationäre Pflege
2)    Ab 2009 werden bei der Ermittlung der Gesamtzahl der Pflegebedürftigen die teilstationär Versorgten nicht
      mehr zusätzlich addiert. Diese erhalten in der Regel parallel auch Pflegegeld und/oder ambulante
      Sachleistungen und  sind somit bereits bei der Gesamtzahl berücksichtigt. Sie werden hier nur nachrichtlich
      ausgewiesen. Die zeitliche Vergleichbarkeit der Gesamtzahl der Pflegebedürftigen ist dadurch etwas
      eingeschränkt.

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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