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Pressemitteilungen 2012 - Dezember


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PM 106 / 2012
13.12.2012

Erwerbstätigkeit im 3. Vierteljahr 2012 rückläufig

Im 3. Vierteljahr 2012 hatten 1 009,9 Tausend Erwerbstätige ihren Arbeitsplatz in Sachsen-Anhalt, das waren 9 000 Personen oder 0,9 Prozent weniger als im 3. Vierteljahr 2011. 

Wie das Statistische Landesamt nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ mitteilte,  sank die Erwerbstätigkeit in Sachsen-Anhalt damit erneut. Seit dem 3. Vierteljahr 2011 lag die Erwerbstätigenzahl immer unter dem Vorjahreswert, im 2. Vierteljahr 2012 waren es zuletzt 0,8 Prozent weniger. Der erneute Rückgang beruhte sowohl auf der Abnahme der marginalen Beschäftigung als auch der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Erstmals seit dem 1. Vierteljahr 2010 war die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wieder rückläufig (- 0,6 Prozent).

In Deutschland stieg die Erwerbstätigenzahl im 3. Vierteljahr 2012 gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal um 360 000 Personen oder 0,9 Prozent (2. Vierteljahr 2012: + 1,1 Prozent) auf 41,7 Millionen Personen. Dabei konnten nur die alten Bundesländer (ohne Berlin) einen Zuwachs um 1,0 Prozent verzeichnen. In  den  neuen Bundesländern (ohne Berlin) blieb die Zahl  nahezu konstant. 
Bis   auf   Sachsen-Anhalt   (- 0,9 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern  (- 0,4 Prozent), Saarland (- 0,3 Prozent) und Thüringen (- 0,1 Prozent) konnten alle anderen Bundesländer positive Zuwachsraten erreichen. An der Spitze lagen Berlin (+ 2,4 Prozent), Hamburg (+ 1,5 Prozent), Bayern (+ 1,4 Prozent) und Baden-Württemberg (+ 1,3 Prozent).

 

Erwerbstätige

 

Der Rückgang der Erwerbstätigkeit in Sachsen-Anhalt gegenüber dem 3. Vierteljahr 2011 betraf vor allem die Wirtschaftsbereiche Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleistungen, Grundstücks- und Wohnungswesen (- 2,1 Prozent), Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (- 1,7 Prozent) sowie Baugewerbe (- 1,2 Prozent). Dagegen verzeichnete der Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation (+ 0,2 Prozent) einen leichten Zuwachs.

 

 Erwerbstätige in Sachsen-Anhalt im 3. Vierteljahr 2012 nach Wirtschaftsbereichen

 

Wirtschaftsbereich (WZ 2008)

Erwerbstätige

Veränderung gegenüber dem
3. Vierteljahr 2011

in 1 000

in %

 

 

 

 

A       Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 

 

  22,8

- 0,4

- 1,7

B-F   Produzierendes Gewerbe 

 

264,0

- 2,2

- 0,8

B-E   Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe 

 

177,7

- 1,1

- 0,6

         darunter: C Verarbeitendes Gewerbe 

 

157,1

- 1,0

- 0,6

F      Baugewerbe 

 

  86,3

- 1,1

- 1,2

G-T  Dienstleistungsbereiche 

 

723,1

- 6,4

- 0,9

G-J  Handel, Verkehr, Gastgewerbe,
        Information und Kommunikation 

 

240,2

 

0,4

 

  0,2

K-N  Finanz-, Versicherungs- u. Unternehmens-
        dienstl., Grundstücks- u. Wohnungswesen 

 

162,3

 

- 3,6

 

- 2,1

O-T  Öffentliche und sonstige Dienstleister,
         Erziehung, Gesundheit

 

320,6

 

- 3,2

 

- 1,0

 

Insgesamt

 

1 009,9

 

- 9,0

 

- 0,9

 

Im Vergleich zum Vorquartal nahm die Erwerbstätigkeit in Sachsen-Anhalt saisonbedingt zu. Gegenüber dem 2. Vierteljahr 2012 waren es 6 300 Personen oder 0,6 Prozent mehr. Damit fiel der im 3. Vierteljahr des Jahres übliche saisonbedingte Anstieg jedoch niedriger aus als im 3. Vierteljahr der vergangenen  vier Jahre (Anstiege zwischen 0,7 bzw. 1,3 Prozent).

 

Erwerbstätige-2

 

Zusätzlich zur Erstberechnung des 3. Vierteljahres 2012 wurden auch die bisher veröffentlichten Zahlen des 1. und 2. Vierteljahres 2012 überarbeitet. Hierbei wurden alle zum jetzigen Berechnungszeitpunkt zusätzlich verfügbaren erwerbsstatistischen Quellen einbezogen. Die Ergebnisse sind abgestimmt auf den Berechnungsstand des Statistischen Bundesamtes vom 15. November 2012. 

Weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Internetseite des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt www.statistik.sachsen-anhalt.de unter Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder (Regionalberechnungen zur Erwerbstätigkeit) oder auf der Homepage des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ www.ak-etr.de abgerufen werden.

 

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe aller Erwerbstätigen nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept). Erfasst werden demnach alle Personen, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zuzüglich der außerhalb dieses Gebietes wohnenden Personen, die als Einpendler in diese Region ihren Arbeitsplatz erreichen. Zu den Erwerbstätigen rechnen alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und marginal Beschäftigte) oder als Selbstständige einschl. deren mithelfenden Familienangehörigen, eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Grundlage für diese Definition bilden die von der International Labour Organization (ILO) aufgestellten Normen, die im Einklang mit den entsprechenden Definitionen im Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 1995 stehen.
Die Gliederung nach Wirtschaftsbereichen wurde nach der neuen Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) vorgenommen. Dabei wurden im Rahmen der Revision 2011 auch die Jahre ab 1991 auf die neue
Klassifikation umgestellt und überarbeitet. Damit liegen für Zwecke der regionalen Arbeitsmarktbeobachtung lange Zeitreihen vor, die aber noch vorläufig sind.

 

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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