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Pressemitteilungen 2012 - November


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PM 98 / 2012
30.11.2012

Weihnachtszeit 2012: Was sagen die Preise?

Wie das Statistische Landesamt mitteilte, betrug der Anstieg des Verbraucherpreisindex im November 2012 gegenüber dem Vorjahresmonat 1,9 Prozent.
Gegenüber Oktober 2012 veränderte sich das durchschnittliche Preisniveau nicht und blieb zum dritten Mal in Folge auf dem Indexstand von 112,9 (Basis: 2005 = 100).
 

Weihnachten steht vor der Tür und damit wie jedes Jahr die Frage: Was kaufe ich für Geschenke? Wie gestalten wir die Festtage? Was kommt in den Kochtopf und auf die Festtafel? Wichtig bei all diesen Gedanken: Was kostet das alles? 

Im Vergleich zum Vorjahr (November 2011) ergeben sich im Hinblick auf  Vorbereitungen und Einkäufe unterschiedliche Preisentwicklungen, die sich in den  Zahlen der Verbraucherpreisstatistik widerspiegeln. 

Die Weihnachtsbäckerei wird in diesem Jahr nur zum Teil teurer. So zeigten sich beispielsweise beim Mehl Preiserhöhungen von knapp 14 Prozent. Für Backpulver stiegen die Preise um rund drei Prozent und für Backmischungen im Schnitt um 1,6 Prozent. Dagegen wurde Butter um 13,6 Prozent billiger.
Für die wichtigen Bestandteile des Festtagsessens, Fleisch oder Fisch, zogen die Preise um fast acht Prozent bzw. mehr als drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr an.
Preissteigerungen gab es ebenfalls für Orangen (+ 21,5 Prozent) und Bananen (+ 15,9 Prozent), die als schmackhafte Beigaben zur Weihnachtszeit gern gekauft werden.
Vergleichsweise moderate Preissteigerungen gab es im Jahresvergleich bei Schokolade (+ 0,3 Prozent) sowie Pralinen (+ 3,6 Prozent).
Bei den alkoholischen Getränken waren Sekt, Champagner und Prosecco um zwei Prozent teurer, während Weißwein um knapp drei Prozent billiger verkauft wurde.
Die Preise für Kaffee sanken binnen Jahresfrist um mehr als fünf Prozent.
Falls über die Festtage ein Opernbesuch geplant ist, werden die Preise je nach Genre im Schnitt um 5,3 Prozent über dem Preisniveau des Vorjahres liegen.
Die gestiegenen Kraftstoffpreise spiegeln sich auch in den Preisen fürs Taxi wider,  die Bürger bezahlen fast drei Prozent mehr für die gleiche Leistung.
Technische Geräte „fast querbeet“ bieten sich wegen ihrer günstigeren Preise auch in diesem Jahr wieder als Weihnachtsgeschenke an. So wurden Fernsehgeräte und Blu-ray-Player rund 4,4 bzw. 3,9 Prozent preiswerter angeboten.

 

Verbraucherpreisindex für Sachsen-Anhalt (2005 = 100)
Übersicht für November 2012 

Index

Hauptgruppe

Gütergruppe

Indexstand

Veränderung gegenüber

November

2012

November

2011

Oktober

2012

2005=100

um Prozent

 

 

Verbraucherpreisindex insgesamt 

112,9

1,9

0,0

 

   ohne saisonabhängige Nahrungsmittel

112,7

1,7

-0,1

 

   ohne Heizöl und Kraftstoffe         

111,5

1,7

0,2

 

   ohne Nettomieten und Nebenkosten

115,4

2,2

0,1

 

   ohne administrierte Preise           

112,9

1,9

0,0

 

   Waren insgesamt

118,5

2,8

0,2

 

   Verbrauchsgüter

125,7

3,3

0,2

 

   Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer

116,4

3,5

0,4

 

   Langlebige Gebrauchsgüter

97,1

0,3

0,1

 

01

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke

120,7

4,1

1,8

 

   Nahrungsmittel

122,0

4,9

2,0

 

         Brot und Getreideerzeugnisse

125,4

4,3

0,7

 

         Molkereiprodukte und Eier

117,6

-0,5

2,5

 

         Speisefette und -öle

139,1

-6,5

0,8

 

         Gemüse (einschl. Kartoffeln)

118,4

5,9

1,5

 

   Alkoholfreie Getränke

112,2

-0,8

0,2

 

02

Alkoholische Getränke und Tabakwaren

116,3

1,7

-0,3

 

   Alkoholische Getränke

106,1

-0,4

-0,7

 

03

Bekleidung und Schuhe

124,3

4,7

0,6

 

   Bekleidung

124,1

4,4

0,4

 

   Schuhe

124,7

5,6

0,8

 

04

Wohnung, Wasser, Strom, Gas und
andere Brennstoffe

114,2

1,4

-0,1

 

   Wohnungsmieten (einschl. Nebenkosten)

104,8

0,6

0,0

 

         Nettokaltmieten

104,3

0,5

0,0

 

        Wohnungsnebenkosten

108,2

1,7

0,0

 

   Haushaltsenergie

148,4

3,6

-0,3

 

05

Einrichtungsgegenstände für den Haushalt
und deren Instandhaltung

106,2

1,2

0,5

 

   Möbel, Innenausstattung und
    Einrichtungsgegenstände

107,1

0,6

0,8

 

06

Gesundheitspflege

108,9

2,4

0,1

 

   Medizinische Erzeugnisse, Geräte und
   Ausrüstungen 

114,4

2,2

0,1

 

07

Verkehr

119,8

1,9

-0,8

 

   Kraftstoffe 

133,6

4,0

-2,4

 

08

Nachrichtenübermittlung 

83,8

-1,3

-0,2

 

09

Freizeit, Unterhaltung und Kultur

104,1

2,1

-0,4

 

   Pauschalreisen 

110,5

4,2

-1,2

 

10

Bildungswesen 

108,1

-0,4

0,2

 

11

Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen

113,1

2,4

-0,3

 

   Beherbergungsdienstleistungen 

102,1

2,3

-3,0

 

12

Andere Waren und Dienstleistungen

108,2

-0,7

-0,3

 

   Versicherungsdienstleistungen 

112,5

0,4

0,0

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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