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Pressemitteilungen 2011 - Dezember


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PM 114 / 2011
22.12.2011

Gute Spargelernte, unterdurchschnittliche Erdbeerernte 2011

Gute Spargelernte 2011

 

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, erzielten die Spargelanbauer nach den abgeschlossenen Ertragsschätzungen im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung (EBE) einen Ertrag von 50,1 Dezitonnen je Hektar. Das Rekordergebnis des Jahres 2000 mit 54,1 Dezitonnen je Hektar konnte aber nicht erreicht werden. Das Vorjahresergebnis und der Durchschnittsertrag der letzten sechs Jahre (2005/2010) mit 42,1 Dezitonnen je Hektar wurden um fast ein Fünftel übertroffen. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die warme und trockene Witterung im Frühjahr. Spargel liebt relativ trockene und gut gedüngte Böden und wächst am besten bei etwas wärmeren Temperaturen. Die Pflanzen haben wegen des harten Winters auch keinen Schaden genommen. Zur Ernte standen 802 Hektar Spargel. Der erste Freilandspargel wurde in Sachsen-Anhalt bereits Ende März auf beheizten Flächen gestochen. Durch das optimale Wetter wurden zu Beginn hohe Erntemengen gestochen. Anfang Mai ließ das Spargelwachstum deutlich nach, bedingt durch eine Periode mit kaltem Wetter. Danach verlief die Ernte wieder normal. Die diesjährige Erntemenge des Edelgemüses mit 4 021 Tonnen liegt zwar mit 13 Prozent über dem Vorjahr (3 552 Tonnen), aber im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2005 bis 2010 wurden nur 90 Prozent der Erntemenge erreicht. Die kontinuierliche Ernteflächenabnahme in den letzten fünf Jahren ist eine der Ursachen. Der Spargel stand zur Ernte 2011 auf nur Drei Viertel Fläche im Vergleich zu den letzten sechs Jahren (2005/2010). Die höchste Ernte mit 5 556 Tonnen ist 2003 gemeldet worden als der Spargel noch auf 1 072 Hektar erntefähiger Fläche wuchs.

 

 

Unterdurchschnittliche Erdbeerernte 2011

 

Lange anhaltende Frühjahrstrockenheit und regionale Spätfröste zur Blütezeit im Mai haben bei Erdbeeren zu einer unterdurchschnittlichen Hektarleistung von 79,9  Dezitonnen geführt. Gegenüber dem witterungsbedingt nur mäßigen Vorjahresertrag von 74,6 Dezitonnen je Hektar wurde immerhin eine Erhöhung der Hektarleistung um 5,3 Dezitonnen bzw. um 7 Prozent erreicht. Auf eine durchschnittliche Abnahme des Hektarertrages um 6,4 Prozent ist gegenüber dem sechsjährigen Mittel von 2005 bis 2010 hinzuweisen. Die diesjährige Erdbeerernte mit 820 Tonnen lag knapp unter der Vorjahresmenge von 871 Tonnen. Das waren aber nur 48 Prozent der Rekordernte 2007 mit 1 724 Tonnen. Die Erntefläche mit 103 Hektar hat bereits den niedrigsten Anbaustand seit 1993 erreicht. Gegenüber dem Vorjahr wurde sie um 12 Prozent und im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2005 bis 2010 sogar um 31 Prozent reduziert. Im Erntejahr 1995 wuchsen die Erdbeeren noch auf 214 Hektar.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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