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Pressemitteilungen 2010 - Dezember


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PM 159 / 2010
22.12.2010

Industrie ist größter Abnehmer von Wärme

Die Heizkraftwerke und Heizwerke in Sachsen-Anhalt erzeugten 2009 in ihren Anlagen 8 150 Millionen Kilowattstunden (kWh) Wärme. Gegenüber dem Vorjahr war ein leichter Anstieg von knapp 2 Prozent zu verzeichnen.

Die Versorgung mit Fernwärme wurde im Jahr 2009 im Wesentlichen von Stromversorgungsunternehmen getragen.
76 Prozent (6 200 Millionen kWh) der im Jahr 2009 in Sachsen-Anhalt erzeugten Wärmemenge wurde in Heizkraftwerken durch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erzeugt. Die Wärmeerzeugung in reinen Heizwerken lag bei 1 600 Millionen kWh.
Die statistische Erhebung zur Wärmeversorgung weist 71 Betreiber von Anlagen zur Wärmeerzeugung aus. Davon sind etwa die Hälfte gleichzeitig Stromerzeuger.

Erdgas hatte als Brennstoff in den Heizkraftwerken einen dominierenden Anteil (65 Prozent). Auch bei den Heizwerken wurde vorzugsweise (82 Prozent) der Energieträger Erdgas eingesetzt.

An Letztverbraucher in Sachsen-Anhalt wurden 7 340 Millionen kWh Wärme abgegeben. Die Industrie1) war mit 57 Prozent der größte Wärmeverbraucher. An private Haushalte gingen 30 Prozent der Wärme und weitere 13 Prozent an sonstige Verbraucher.
Gegenüber dem Vorjahr blieb die Wärmeabgabe an die Industriebetriebe nahezu konstant. Die privaten Haushalte bezogen 2,5 Prozent mehr Fernwärme als 2008.

Wasserversorgung_2009

Langfristig beobachtet, verbrauchten die Betriebe der Industrie1) seit 20022) fast 15 Prozent mehr Wärme.
Die privaten Haushalte bezogen etwa 20 Prozent weniger Fernwärme für Raumheizung und Warmwassergewinnung.
Die Privathaushalte nutzten zunehmend erneuerbare Energieträger (Scheitholz, Holzpellets, Hackschnitzel), deren Anteil bei über 10 Prozent lag.

Der Gesamtenergiebedarf an Energieträgern (z.B. Heizöl, Erdgas, Strom) der Privathaushalte ging in den letzten acht Jahren um 8 Prozent zurück.
Das kann unter anderem auf wärmedämmende Maßnahmen zurückzuführen, aber auch das Resultat von Einsparungen der Haushalte als Reaktion auf Preissteigerungen für Heizenergie sein.

1) Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen
    und Erden

2) 2002 wurde nach dem Energiestatistikgesetz erstmalig die Erhebung in der Wärmewirtschaft
    durchgeführt



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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