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Pressemitteilungen 2010 - Dezember


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PM 155 / 2010
09.12.2010

Erwerbstätigkeit im 3. Vierteljahr 2010 erneut gestiegen

Im dritten Vierteljahr 2010 hatten 1,021 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsplatz in Sachsen-Anhalt, das waren 7 100 Personen oder 0,7 Prozent mehr als im dritten Vierteljahr 2009.

Wie das Statistische Landesamt nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ mitteilte, nahm die Erwerbstätigkeit in Sachsen-Anhalt gegenüber dem Vorjahresquartal damit zum zweiten Mal in Folge zu. Dieser Anstieg beruhte hauptsächlich auf der Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.

Auch bundesweit stieg die Erwerbstätigkeit erneut. Gegenüber dem dritten Vierteljahr 2009 nahm die Erwerbstätigenzahl in Deutschland um 307 000 Personen oder 0,8 Prozent auf 40,7 Millionen Personen zu. Dabei fiel der prozentuale Anstieg in den neuen Ländern mit 0,9 Prozent höher aus als in den alten Ländern mit 0,7 Prozent (jeweils ohne Berlin). Die Erwerbstätigkeit nahm außer in Mecklenburg-Vorpommern in allen Bundesländern zu. Die Spannweite der Veränderungsraten reichte von plus 1,4 Prozent in Brandenburg bis minus 0,2 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern.

Erwerbstätige1

 

In Sachsen-Anhalt erfolgte der Beschäftigungszuwachs gegenüber dem dritten Vierteljahr 2009 vor allem im Wirtschaftsbereich Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister (+ 5,0 Prozent), wobei besonders in der Zeitarbeitsbranche eine kräftige Zunahme zu verzeichnen war. Auch das Baugewerbe hatte einen Anstieg (+ 1,6 Prozent). Dagegen nahm die Erwerbstätigkeit in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei ab (- 3,4 Prozent). In den anderen Bereichen veränderte sich die Zahl der Erwerbstätigen nur geringfügig.

 

Erwerbstätige in Sachsen-Anhalt im 3. Vierteljahr 2010 nach Wirtschaftsbereichen

Wirtschaftsbereich (WZ 2003)

Erwerbstätige

Veränderung gegenüber dem
3. Vierteljahr 2009

in 1 000

in %

 

 

 

 

Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

  30,2 

- 1,1 

- 3,4 

Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe

165,6 

- 0,2 

- 0,1 

 darunter

 

 

 

   Verarbeitendes Gewerbe

153,1 

- 0,0 

- 0,0 

Baugewerbe

  79,0 

  1,2 

  1,6 

Handel, Gastgewerbe und Verkehr

239,8 

- 0,6 

- 0,3 

Finanzierung, Vermietung, Unternehmensdienstl.

160,2 

  7,7 

  5,0 

Öffentliche und private Dienstleister

346,3 

  0,1 

  0,0 

 

 

 

 

Insgesamt

     1 021,1 

  7,1 

  0,7 

 

Im Vergleich zum Vorquartal nahm die Erwerbstätigkeit in Sachsen-Anhalt saisonal bedingt zu. Gegenüber dem zweiten Vierteljahr 2010 waren es 15 100 Personen oder 1,5 Prozent mehr.

 

Erwerbstätige2

 

Zusätzlich zur Erstberechnung der Erwerbstätigenzahl zum dritten Vierteljahr 2010 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse des 1. und 2. Vierteljahres 2010 überarbeitet. Hierbei wurden alle zum jetzigen Berechnungszeitpunkt zusätzlich verfügbaren erwerbsstatistischen Quellen einbezogen. Die Ergebnisse sind abgestimmt auf den Berechnungsstand des Statistischen Bundesamtes vom 18. November 2010. WeitereErgebnisse können auch auf der Internetseite des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt http://www.statistik.sachsen-anhalt.de oder des Arbeitskreises http://www.statistik-hessen.de/erwerbstaetigenrechnungabgerufen werden.

 

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe aller Erwerbstätigen nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept). Erfasst werden demnach alle Personen, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zuzüglich der außerhalb dieses Gebietes wohnenden Personen, die als Einpendler in diese Region ihren Arbeitsplatz erreichen. Zu den Erwerbstätigen rechnen alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und marginal Beschäftigte) oder als Selbstständige einschl. deren mithelfenden Familienangehörigen, eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Grundlage für diese Definition bilden die von der International Labour Organization (ILO) aufgestellten Normen, die im Einklang mit den entsprechenden Definitionen im Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 1995 stehen.
Die Ergebnisse der Erwerbstätigenrechnung in der Gliederung nach Wirtschaftsbereichen unterliegen ab dem 1. Vierteljahr 2009 einer Unsicherheit, da die fachstatistischen Ausgangsdaten größtenteils bereits auf die neue Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2008) umgestellt wurden, die Erwerbstätigenrechnung aber weiterhin bis August 2011 noch die bisher gültige Wirtschaftszweigsystematik WZ 2003 verwendet.

 

Erwerbstätige (am Arbeitsort) in Deutschland

Land

2009

2010

Jahr

1. Vj

2. Vj

3. Vj

4. Vj

1. Vj

2. Vj

3. Vj

1. Vj

2. Vj

3. Vj

Personen in 1000

Veränderung
gegenüber dem
Vorjahresquartal
 in %

Baden-Württemberg

5 571,5

5 557,4

5 572,4

5 560,4

5 596,3

5 525,0

5 585,7

5 604,5

 – 0,6

0,2

0,8

Bayern

6 650,7

6 600,8

6 637,9

6 660,1

6 704,7

6 594,2

6 678,9

6 724,3

 – 0,1

0,6

1,0

Berlin

1 667,9

1 644,2

1 662,0

1 673,1

1 691,5

1 662,4

1 680,3

1 690,3

1,1

1,1

1,0

Brandenburg

1 058,7

1 036,6

1 055,0

1 067,0

1 076,0

1 046,0

1 068,9

1 082,2

0,9

1,3

1,4

Bremen

 389,8

 389,4

 389,3

 388,3

 392,0

 386,1

 388,1

 389,8

 – 0,9

 – 0,3

0,4

Hamburg

1 128,5

1 120,6

1 124,5

1 128,4

1 139,9

1 124,2

1 134,2

1 138,1

0,3

0,9

0,9

Hessen

3 121,8

3 103,5

3 113,5

3 122,3

3 147,8

3 100,7

3 124,3

3 140,3

 – 0,1

0,3

0,6

Mecklenburg-Vorpommern

 730,2

 713,1

 728,3

 740,7

 738,6

 707,7

 728,2

 739,5

 – 0,8

 – 0,0

 – 0,2

Niedersachsen

3 677,5

3 637,6

3 671,7

3 691,9

3 709,2

3 643,0

3 692,9

3 720,9

0,1

0,6

0,8

Nordrhein-Westfalen

8 680,1

8 632,3

8 661,0

8 684,5

8 741,8

8 593,0

8 676,5

8 731,9

 – 0,5

0,2

0,5

Rheinland-Pfalz

1 851,9

1 834,7

1 849,4

1 858,0

1 865,7

1 832,7

1 858,5

1 873,0

 – 0,1

0,5

0,8

Saarland

 505,1

 505,2

 503,9

 504,0

 507,5

 501,5

 504,0

 507,1

 – 0,7

0,0

0,6

Sachsen

1 936,9

1 905,7

1 927,2

1 950,4

1 964,1

1 908,2

1 941,1

1 969,6

0,1

0,7

1,0

Sachsen-Anhalt

1 009,2

 993,3

1 003,4

1 014,0

1 026,3

 988,5

1 006,0

1 021,1

 – 0,5

0,3

0,7

Schleswig-Holstein

1 275,9

1 259,5

1 275,2

1 283,0

1 285,6

1 256,1

1 277,4

1 287,6

 – 0,3

0,2

0,4

Thüringen

1 015,3

1 003,1

1 011,4

1 020,8

1 026,0

 998,7

1 018,8

1 033,8

 – 0,4

0,7

1,3

Deutschland

40 271,0

39 937,0

40 186,0

40 347,0

40 613,0

39 868,0

40 364,0

40 654,0

 – 0,2 

0,4

0,8

Nachrichtlich:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Alte Länder ohne Berlin

32 852,8

32 641,1

32 798,7

32 880,9

33 090,5

32 556,6

32 920,7

33 117,5

 – 0,3

0,4

0,7

  Alte Länder mit Berlin

34 520,7

34 285,3

34 460,7

34 554,0

34 782,0

34 219,0

34 601,0

34 807,8

 – 0,2

0,4

0,7

  Neue Länder ohne Berlin

5 750,3

5 651,7

5 725,3

5 793,0

5 831,0

5 649,0

5 763,0

5 846,2

 – 0,0

0,7

0,9

  Neue Länder mit Berlin

7 418,2

7 295,9

7 387,3

7 466,1

7 522,5

7 311,4

7 443,3

7 536,5

0,2

0,8

0,9

 

  Quelle: Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder”.  — Berechnungsstand:  18. November 2010.

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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