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Pressemitteilungen 2010 - Oktober


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PM 130 / 2010
21.10.2010

Erwerbstätigkeit im 2. Vierteljahr 2010 erstmals wieder leicht gestiegen

Im zweiten Vierteljahr 2010 hatten 1,004 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsplatz in Sachsen-Anhalt, das waren 0,1 Prozent oder 600 Personen mehr als im zweiten Vierteljahr 2009.

Wie das Statistische Landesamt nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ mitteilte,  nahm die Erwerbstätigkeit in Sachsen-Anhalt erstmalig seit dem 4. Vierteljahr 2008 wieder leicht zu. Im 1. Vierteljahr 2010 betrug der Rückgang noch 0,5 Prozent. Der Zuwachs im 2. Vierteljahr 2010 beruhte hauptsächlich auf der Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.

Bundesweit ist erstmalig seit dem 2. Vierteljahr 2009 wieder ein Beschäftigungszuwachs zu verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg die Erwerbstätigenzahl in Deutschland im 2. Vierteljahr 2010 um 0,2 Prozent oder 72 000 Personen (1. Vierteljahr 2010: - 0,2 Prozent) auf 40,3 Millionen Personen. In den neuen Bundesländern (ohne Berlin) fiel der Zuwachs mit 0,4 Prozent höher aus als in den alten Bundesländern (ohne Berlin) mit einem Anstieg um 0,1 Prozent. Die Spannweite der Veränderungsraten reichte von minus 0,6 Prozent in Bremen bis plus 1,0 Prozent in Brandenburg.  

 

Erwerbstätige

 

 

Einen Zuwachs an Erwerbstätigen gegenüber dem zweiten Vierteljahr 2009 hatten in Sachsen-Anhalt die Wirtschaftsbereiche Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister (3,3 Prozent) sowie das Baugewerbe (0,7 Prozent). Die stärksten Rückgange hatten dagegen die Bereiche Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (- 2,9 Prozent) und das Verarbeitende Gewerbe (- 1,7 Prozent).

 

 

Erwerbstätige in Sachsen-Anhalt im 2. Vierteljahr 2010 nach Wirtschaftsbereichen

Wirtschaftsbereich (WZ 2003)

Erwerbstätige

Veränderung gegenüber dem
2. Vierteljahr 2009

in 1 000

in %

 

 

 

 

Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

29,3

- 0,9

- 2,9

Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe

163,1

- 2,8

- 1,7

 darunter

 

 

 

   Verarbeitendes Gewerbe

150,8

- 2,6

- 1,7

Baugewerbe

75,8

0,5

0,7

Handel, Gastgewerbe und Verkehr

238,6

- 0,3

- 0,1

Finanzierung, Vermietung, Unternehmensdienstl.

153,4

4,9

3,3

Öffentliche und private Dienstleister

343,6

- 0,8

- 0,2

 

 

 

 

Insgesamt

1 003,9

0,6

0,1

 

 

Im Vergleich zum Vorquartal nahm die Erwerbstätigkeit in Sachsen-Anhalt saisonal bedingt zu. Gegenüber dem ersten Vierteljahr 2010 waren es 1,6 Prozent oder 15 800 Personen mehr. Der Anstieg fiel infolge der wirtschaftlichen Erholung und durch einen Nachholeffekt aufgrund schlechter Witterung zum Jahresbeginn 2010 stärker aus als in den vergangenen beiden Jahren (2. Vierteljahr 2008: + 1,2 Prozent, 2. Vierteljahr 2009: + 1,0 Prozent).

 

Erwerbstätige

 

Zusätzlich zur Erstberechnung der Erwerbstätigenzahl zum zweiten Vierteljahr 2010 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse ab dem 1. Vierteljahr 2006 und die Jahresdurchschnittsergebnisse  ab 2006 überarbeitet. Hierbei wurden alle zum jetzigen Berechnungszeitpunkt zusätzlich verfügbaren erwerbsstatistischen Quellen einbezogen. Die Ergebnisse sind abgestimmt auf den Berechnungsstand des Statistischen Bundesamtes vom 18. August 2010. Weitere Informationen enthalten die Gemeinschaftsveröffentlichungen „Erwerbstätige in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland 1991 bis 2009, Reihe 1, Band 1“ und „Erwerbstätige in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland 2001 bis 2. Vierteljahr 2010, Reihe 1, Band 3”. Sie liegen in elektronischer Form (Excel) vor und können kostenlos beim Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt bestellt werden. Aktuelle Ergebnisse können auch auf der Internetseite des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt http://www.statistik.sachsen-anhalt.de oder des Arbeitskreises http://www.statistik-hessen.de/erwerbstaetigenrechnung abgerufen werden.

 

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe aller Erwerbstätigen nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept). Erfasst werden demnach alle Personen, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zuzüglich der außerhalb dieses Gebietes wohnenden Personen, die als Einpendler in diese Region ihren Arbeitsplatz erreichen. Zu den Erwerbstätigen rechnen alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und marginal Beschäftigte) oder als Selbstständige einschl. deren mithelfenden Familienangehörigen, eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Grundlage für diese Definition bilden die von der International Labour Organization (ILO) aufgestellten Normen, die im Einklang mit den entsprechenden Definitionen im Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 1995 stehen.
Die Ergebnisse der Erwerbstätigenrechnung in der Gliederung nach Wirtschaftsbereichen unterliegen ab dem 1. Vierteljahr 2009 einer Unsicherheit, da die fachstatistischen Ausgangsdaten größtenteils bereits auf die neue Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2008) umgestellt wurden, die Erwerbstätigenrechnung aber weiterhin bis August 2011 noch die bisher gültige Wirtschaftszweigsystematik WZ 2003 verwendet.

 

 

Erwerbstätige (am Arbeitsort) in Deutschland

Land

2009

2010

Jahr

1. Vj

2. Vj

3. Vj

4. Vj

1. Vj

2. Vj

1. Vj

2. Vj

Personen in 1 000

Veränderung
gegenüber dem
Vorjahresquartal
 in %

Baden-Württemberg

5 571,5

5 557,4

5 572,4

5 560,4

5 596,3

5 523,5

5 570,1

 – 0,6

 – 0,0

Bayern

6 650,7

6 600,8

6 637,9

6 660,1

6 704,7

6 592,7

6 666,0

 – 0,1

0,4

Berlin

1 667,9

1 644,2

1 662,0

1 673,1

1 691,5

1 661,6

1 673,2

1,1

0,7

Brandenburg

1 058,7

1 036,6

1 055,0

1 067,0

1 076,0

1 045,6

1 065,2

0,9

1,0

Bremen

 389,8

 389,4

 389,3

 388,3

 392,0

 385,9

 387,2

 – 0,9

 – 0,6

Hamburg

1 128,5

1 120,6

1 124,5

1 128,4

1 139,9

1 123,6

1 129,9

0,3

0,5

Hessen

3 121,8

3 103,5

3 113,5

3 122,3

3 147,8

3 099,7

3 114,1

 – 0,1

0,0

Mecklenburg-Vorpommern

 730,2

 713,1

 728,3

 740,7

 738,6

 707,4

 727,0

 – 0,8

 – 0,2

Niedersachsen

3 677,5

3 637,6

3 671,7

3 691,9

3 709,2

3 642,2

3 682,5

0,1

0,3

Nordrhein-Westfalen

8 680,1

8 632,3

8 661,0

8 684,5

8 741,8

8 590,4

8 654,3

 – 0,5

 – 0,1

Rheinland-Pfalz

1 851,9

1 834,7

1 849,4

1 858,0

1 865,7

1 832,3

1 854,2

 – 0,1

0,3

Saarland

 505,1

 505,2

 503,9

 504,0

 507,5

 501,3

 503,0

 – 0,8

 – 0,2

Sachsen

1 936,9

1 905,7

1 927,2

1 950,4

1 964,1

1 907,5

1 936,8

0,1

0,5

Sachsen-Anhalt

1 009,2

 993,3

1 003,4

1 014,0

1 026,3

 988,1

1 003,9

 – 0,5

0,1

Schleswig-Holstein

1 275,9

1 259,5

1 275,2

1 283,0

1 285,6

1 255,9

1 273,9

 – 0,3

 – 0,1

Thüringen

1 015,3

1 003,1

1 011,4

1 020,8

1 026,0

 998,3

1 016,7

 – 0,5

0,5

Deutschland

40 271,0

39 937,0

40 186,0

40 347,0

40 613,0

39 856,0

40 258,0

 – 0,2

0,2

Nachrichtlich:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Alte Länder ohne Berlin

32 852,8

32 641,1

32 798,7

32 880,9

33 090,5

32 547,4

32 835,1

 – 0,3

0,1

  Alte Länder mit Berlin

34 520,7

34 285,3

34 460,7

34 554,0

34 782,0

34 209,0

34 508,3

 – 0,2

0,1

  Neue Länder ohne Berlin

5 750,3

5 651,7

5 725,3

5 793,0

5 831,0

5 647,0

5 749,7

 – 0,1

0,4

  Neue Länder mit Berlin

7 418,2

7 295,9

7 387,3

7 466,1

7 522,5

7 308,6

7 422,9

0,2

0,5

 

Quelle: Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder”.  — Berechnungsstand:  18. August 2010

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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