|
Bei 59 Prozent der Paare in Sachsen-Anhalt verfügen beide Partner über einen gleichen oder ähnlichen Bildungsabschluss. Einen höheren Bildungsabschluss als der Partner haben 15 Prozent der Frauen und 26 Prozent der Männer. Ähnliche Anteile wurden im Rahmen der Auswertungen des Mikrozensus 2009, die größte jährliche Haushaltsbefragung Europas, auch im Bundesdurchschnitt ermittelt. Untersucht wurden Ehepaare und nichteheliche Lebensgemeinschaften, bei denen beide Partner Angaben zu ihrem Bildungsabschluss machten.
Mehr als drei Viertel der bildungsgleichen Paare haben einen mittleren Bildungsstand. Hierzu zählen Fachhochschul-/ Hochschulreife oder ein beruflicher Abschluss. Über ein hohes Bildungsniveau verfügen 15 Prozent der bildungsgleichen Paare. Kriterium hierfür ist akademischer Abschluss, eine Meister-/Technikerausbildung oder ein Fachschulabschluss. Lediglich 6 Prozent dieser Paare haben einen Haupt- oder Realschulabschluss und keinen beruflichen Abschluss oder keinen Bildungsabschluss. Sie gehören damit zur Bevölkerung mit niedrigem Bildungsabschluss.
Die verwendeten Kategorien „hoch“, „mittel“ und „niedrig“ wurden entsprechend der international vergleichbaren Klassifikation für das Bildungswesen „International Standard Classification of Education“ (ISCED) definiert.
|