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Wie das Statistische Landesamt mitteilt, meldeten im ersten Halbjahr 2010 die Amtsgerichte insgesamt 2 550 Insolvenzverfahren, davon 400 von Unternehmen, 1 717 von Verbrauchern und 433 von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen. Das waren 55 (- 2,1 Prozent) Verfahren weniger als im Jahr zuvor.
Die Unternehmensinsolvenzen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 19,5 Prozent (- 97 Verfahren) und lagen in jedem Monat des Berichtsjahres unter dem jeweiligen Vorjahreswert. Fast jede vierte Insolvenz betraf das Baugewerbe (90) und fast jede fünfte Insolvenz den Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (75). Im Jahr zuvor waren im gleichen Zeitraum aus beiden Bereichen jeweils über 100 Insolvenzfälle von den Gerichten gemeldet worden. Die durch Unternehmensinsolvenzen betroffene Zahl an Beschäftigten betrug im Berichtsjahr 1 650 Personen, im Vorjahr waren es 2 500.
Die Verbraucherinsolvenzen stiegen dagegen im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent (+ 83) an, sie lagen nur in zwei Monaten unter dem Vorjahreswert. Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen verringerten sich um 8,6 Prozent (- 41).
Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger beliefen sich im 1. Halbjahr 2010 auf 296,6 Mio EUR, gegenüber 459,7 Mio EUR im gleichen Vorjahreszeitraum. Im Durchschnitt betrug die Verschuldung 327 000 EUR je Unternehmen und 53 300 EUR je Verbraucher.
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