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Pressemitteilungen 2010 - August


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PM 104 / 2010
19.08.2010

Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr in Sachsen-Anhalt

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes stieg das Niveau der Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt im Juli 2010 im Vergleich zum Juli 2009 um 1,2 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Juni 2010 erhöhte sich der Index um 0,2 Prozent auf einen Stand von 108,0 (Basis: 2005 = 100).

Der Saisonwechsel in den Bekleidungsgeschäften führte im Juli zu spürbaren Preissenkungen gegenüber dem Vormonat. Bekleidung war durchschnittlich um 4,0 Prozent günstiger. Zu reduzierten Preisen waren u. a. Herrenlederjacken (-10,4 Prozent), Herrensakkos (-8,0 Prozent) oder Herrenanzüge (-6,2 Prozent) erhältlich. Damenkostüme sanken um 6,7 Prozent, Damenröcke und –jacken waren jeweils rund 5 Prozent unter dem Preisniveau im Juni zu haben. Garn zum Stricken oder für die Handarbeit stieg um über 11 Prozent.
Auch Schuhe und Schuhzubehör waren zu durchschnittlich um 3,6 Prozent reduzierten Preisen im Angebot. Im Vergleich zum Vormonat waren Herrenfreizeitschuhe über 5 Prozent günstiger, Freizeitschuhe für Damen um fast 6 Prozent und Kinderhalbschuhe um 6,5 Prozent.
Preise für Telefon und Faxgeräte kletterten binnen Monatsfrist deutlich um fast 11 Prozent, maßgeblich beeinflusst durch Preissteigerungen vertragsfreier Mobiltelefone um 13,1 Prozent.
Die Hauptferienzeit in Sachsen-Anhalt spiegelte sich auch bei den Preisen für Beherbergungsdienstleistungen wieder, die im Vergleich zum Juni durchschnittlich um 9,0 Prozent stiegen. Preistreibend wirkte die Miete für Ferienwohnungen und Häuser, die um ein Viertel höher war als im Vormonat (+24,9 Prozent). Auch das Zelten war im Juli um 4,5 Prozent teurer als im Juni. Allerdings waren Übernachtungen in Hotels und Pensionen in Sachsen-Anhalt durchschnittlich zwei Prozent preiswerter.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg das Preisniveau für Nahrungsmittel um 3,0 Prozent. Für Obst war rund 11 Prozent mehr auszugeben und für Gemüse über 9 Prozent. So verteuerten sich Zitronen um mehr als 47 Prozent, Apfelsinen um mehr als ein Viertel und Nüsse o. a. Backzutaten um knapp 24 Prozent. Für Tafelbirnen oder Weintrauben stiegen die Preise um jeweils über 22 Prozent. Beim Gemüse des täglichen Bedarfs verteuerten sich Paprikaschoten um über 47 Prozent, Gurken um mehr als 42 Prozent, Weißkohl um 26,3 Prozent und Kopf- oder Eisbergsalat um 22,5 Prozent. Relativ moderat blieben Speisemöhren mit +2,2 Prozent.
Der Erwerb von leichtem Heizöl war im Juli 2010 um 23,0 Prozent teurer als im Vorjahr. Kraftstoffe für die Ferienfahrt verteuerten sich im Schnitt um rund 10 Prozent.

Verbraucherpreisindex für Sachsen-Anhalt (2005 = 100)

Übersicht für Juli 2010

 

Index

Hauptgruppe

Gütergruppe

Indexstand

Veränderung gegenüber

Juli

2010

Juli

2009

Juni

2010

2005=100

um Prozent

 

 

Verbraucherpreisindex insgesamt 

108,0

1,2

0,2

 

   ohne saisonabhängige Nahrungsmittel

107,8

1,0

0,2

 

   ohne Heizöl und Kraftstoffe          

107,6

0,7

0,4

 

   ohne Nettomieten und Nebenkosten

109,4

1,2

0,2

 

   ohne administrierte Preise          

107,8

1,5

0,3

 

   Waren insgesamt

109,6

1,8

-0,6

 

   Verbrauchsgüter

114,7

2,0

-0,3

 

   Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer

105,0

1,9

-2,2

 

   Langlebige Gebrauchsgüter

97,2

-0,1

-0,1

 

01

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke

111,5

2,5

0,1

 

   Nahrungsmittel

113,1

3,0

0,3

 

         Brot und Getreideerzeugnisse

114,7

-0,4

-0,2

 

         Molkereiprodukte und Eier

111,4

3,3

-0,2

 

         Speisefette und -öle

128,4

17,5

0,2

 

         Gemüse (einschl. Kartoffeln)

119,9

9,3

-0,6

 

   Alkoholfreie Getränke

101,5

-0,5

-0,6

 

02

Alkoholische Getränke und Tabakwaren

111,3

0,0

-0,2

 

   Alkoholische Getränke

104,4

-0,9

-0,7

 

03

Bekleidung und Schuhe

106,7

3,8

-3,8

 

   Bekleidung

106,8

3,8

-4,0

 

   Schuhe

106,1

3,7

-3,5

 

04

Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe

108,8

0,8

-0,1

 

   Wohnungsmieten (einschl. Nebenkosten)

103,7

1,3

0,3

 

         Nettokaltmieten

103,2

1,0

0,3

 

        Wohnungsnebenkosten

106,8

3,0

0,0

 

   Haushaltsenergie

127,2

-0,2

-0,9

 

05

Einrichtungsgegenstände für den Haushalt und deren Instandhaltung

104,7

0,8

-0,3

 

   Möbel, Innenausstattung und Einrichtungsgegenstände

107,1

0,8

-0,3

 

06

Gesundheitspflege

104,8

0,3

0,1

 

   Medizinische Erzeugnisse, Geräte und Ausrüstungen 

109,3

0,1

0,3

 

07

Verkehr

112,8

3,1

-0,1

 

   Kraftstoffe 

115,7

9,8

-1,4

 

08

Nachrichtenübermittlung 

88,2

-1,7

0,2

 

09

Freizeit, Unterhaltung und Kultur

103,7

0,0

2,8

 

   Pauschalreisen 

116,4

-2,0

13,9

 

10

Bildungswesen 

105,3

1,3

0,0

 

11

Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen

112,2

0,4

2,1

 

   Beherbergungsdienstleistungen 

114,6

-1,2

9,0

 

12

Andere Waren und Dienstleistungen

107,6

0,6

0,2

 

   Versicherungsdienstleistungen 

111,2

1,8

-0,1

 

 

 

 

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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