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Pressemitteilungen 2010 - August


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PM 102 / 2010
19.08.2010

Landkreis Anhalt-Bitterfeld hatte 2008 mit durchschnittlich 1 521 Stunden höchste Pro-Kopf-Arbeitszeit im Land

Die rund 1 014,9 Tausend Erwerbstätigen in Sachsen-Anhalt arbeiteten im Jahr 2008 knapp
1,5 Milliarden Stunden. Das waren 1 467 Stunden pro Erwerbstätigen, rund 37 Stunden mehr als im Bundesdurchschnitt. Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt gab es innerhalb des Landes deutliche regionale Unterschiede. So erreichte der Landkreis Anhalt-Bitterfeld mit einer geleisteten Arbeitzeit von rund 1 521 Stunden je Erwerbstätigen den höchsten Wert. Es folgten der Landkreis Saalekreis (1 504 Stunden) und die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau (1 501 Stunden). Die geringsten Arbeitszeiten wiesen die kreisfreie Stadt Magdeburg (1 433 Stunden) sowie die Landkreise Salzlandkreis (1 446 Stunden) und Mansfeld-Südharz (1 449 Stunden) aus.

Die große Spannweite der Arbeitszeiten innerhalb des Landes ist darauf zurückzuführen, welche Größenordnung geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, Teilzeitarbeit und der Anteil der Selbstständigen im jeweiligen Kreis haben. Dabei ist vor allem die Wirtschaftsstruktur des Kreises entscheidend. So ist die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit dort höher, wo Minijobs und Teilzeitbeschäftigung eine eher untergeordnete Rolle spielen. Regionale Sondereinflüsse, wie beispielsweise stark vom Durchschnitt abweichende Arbeitszeitregelungen eines die Region bestimmenden Unternehmens, können bei dem mit Hilfe von Indikatoren regional aufgeteilten Arbeitsvolumen jedoch nicht berücksichtigt werden. Aus diesem Grund wird hier auch vom Standard-Arbeitsvolumen gesprochen.

Als weiterer Indikator zur Analyse der Beschäftigungssituation wurden die so genannten Vollzeitäquivalente berechnet. Dabei werden die verschiedenen Erwerbstätigengruppen (Vollzeit-, Halbtags- und geringfügig Beschäftigte) in Abhängigkeit vom zeitlichen Maß ihres Arbeitsbeitrages gewichtet und in Vollzeitäquivalente umgerechnet. Danach entsprach die Zahl der Erwerbstätigen in Sachsen-Anhalt im Jahr 2008 rund  861 300 Vollzeitäquivalenten, auf 100 Erwerbstätige kamen demnach 84,9 Vollzeitäquivalente. Die meisten Vollzeitäquivalente je 100 Erwerbstätige hatten auf Grund des niedrigen Anteils an Teilzeit- und geringfügig Beschäftigten die Landkreise Anhalt-Bitterfeld (88,2) und Saalekreis (87,1) sowie die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau (87,3). Die geringsten Werte erreichten die Landkreise Mansfeld-Südharz mit  83,1 und Salzlandkreis mit 83,6 sowie die kreisfreie Stadt Magdeburg mit 83,5.

Weitere detaillierte Ergebnisse zum regionalen Arbeitsvolumen enthält die soeben erschienene Gemeinschaftsveröffentlichung „Standard-Arbeitsvolumen in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland 1999 bis 2008“ des Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder. Die Angaben zu den „Erwerbstätigen in Vollzeitäquivalenten in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland 1999 bis 2008“ sind in der Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter der Länder veröffentlicht. Beide Publikationen können kostenlos über das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt (info@stala.mi.sachsen-anhalt.de) bestellt werden oder werden zum Download über das Online-Angebot des Arbeitskreises (http://www.statistik-hessen.de/erwerbstaetigenrechnung) angeboten.

 



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    Pressemitteilung    


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