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Pressemitteilungen 2010 - Juli


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PM 89 / 2010
22.07.2010

Regionale Unterschiede beim Verdienst- bzw. Lohnkostenniveau Sachsen-Anhalts

5 von 14 Regionen über dem Landesdurchschnitt

Auch im Jahr 2008 entwickelten sich die Arbeitnehmerentgelte auf regionaler Ebene differenziert.
In allen 14 Regionen des Landes stieg das Arbeitnehmerentgelt gegenüber dem Vorjahr an. Die Zuwachsraten bewegten sich zwischen 3,3 und 7,0 Prozent. Sie fielen in der Landeshauptstadt Magdeburg (+ 7,0 %) sowie in den Landkreisen Stendal (+ 6,2 %) und Anhalt-Bitterfeld (+ 5,7 %) am höchsten aus.
Am geringsten stieg das Arbeitnehmerentgelt im Landkreis Jerichower Land (+ 3,3 %) und in der Stadt Halle (Saale) (+ 3,9 %).
Das ergaben neueste, noch vorläufige regionale Berechnungen des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalts.

Von den insgesamt im Jahr 2008 gezahlten Entgelten (25,5 Mrd. EUR) entfielen 8 Mrd. auf Arbeitnehmer, die in den kreisfreien Städten arbeiteten; 17,5 Mrd. EUR flossen den Arbeitnehmern in den Landkreisen zu.
Das Arbeitnehmerentgelt ist die Summe aus Bruttolöhnen und -gehältern sowie den Sozialbeiträgen der Arbeitgeber, die an die abhängig Beschäftigten gezahlt wurde.
Der größte Anteil entfiel mit 3,6 Mrd. EUR auf die Landeshauptstadt Magdeburg, gefolgt von der Stadt Halle (Saale) mit 3,2 Mrd. EUR und dem Landkreis Harz mit 2,3 Mrd. EUR.
Wie auch im Vorjahr hatten der Altmarkkreis Salzwedel und das Jerichower Land mit jeweils 0,9 Mrd. EUR den kleinsten Anteil am Arbeitnehmerentgelt Sachsen-Anhalts.

Die regionalen Entwicklungsunterschiede beim Arbeitnehmerentgelt sind zum einen auf die Veränderungen der Arbeitnehmerzahlen in den jeweiligen Regionen und zum anderen auf die Veränderungen der Pro-Kopf-Einkünfte zurückzuführen.
Landesweit stiegen im Jahr 2008 die gezahlten Entgelte (+ 5,0 %) deutlich stärker als die Arbeitnehmerzahlen (+ 1,2 %). Insbesondere die im Jahr 2008 rückläufige Zahl marginaler Beschäftigungsverhältnisse (Geringfügig Beschäftigte, 1-Euro-Jobber) ließ das Verdienstniveau in allen 14 Regionen des Landes um durchschnittlich 3,7 Prozent ansteigen.
Regional bewegten sich die Zuwächse bei den durchschnittlich pro Arbeitnehmer gezahlten Entgelten (Lohnkosten) zwischen + 5,1 Prozent im Altmarkkreis Salzwedel und + 2,3 Prozent im Landkreis Wittenberg.

 

Arbeitnehmerentgelt

 

Das Verdienst- bzw. Lohnkostenniveau differierte in den Regionen Sachsen-Anhalts. Insgesamt lagen 5 von den 14 Landkreisen bzw. kreisfreien Städten über dem Landesdurchschnitt. Das höchste Lohnkostenniveau verzeichnete wie auch im Vorjahr der Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Mit einem Pro-Kopf-Wert von 29 838 EUR verdiente ein Arbeitnehmer hier 2 178 EUR bzw. 8 Prozent mehr als im Landesdurchschnitt. Auf Platz zwei schloss sich der Saalekreis an, gefolgt von den drei kreisfreien Städten.
Die Landkreise Mansfeld-Südharz und Wittenberg lagen um 1 933 bzw. 1 866 EUR je Arbeitnehmer unter dem Landesdurchschnitt.

Über weitere detaillierte regionale Ergebnisse für die Jahre 1991 bis 2008 informiert der zur Veröffentlichung anstehende Statistische Bericht „Arbeitnehmerentgelt, Bruttolöhne und -gehälter in den kreisfreien Städten und Landkreisen“.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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