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Pressemitteilungen 2010 - Juli


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PM 88 / 2010
22.07.2010

Ende Juni noch durchschnittliche Getreide- und Rapsernte erwartet

Nach den ersten Vorschätzungen zur Getreide- und Rapsernte im Monat Juni wird lt. Mitteilung des Statistischen Landesamtes eine Getreideernte von 3,9 Mill. Tonnen erwartet. Das sind 10 Prozent bzw. 0,4 Mill. Tonnen weniger als bei der Spitzenernte des Vorjahres.  Ein langer Winter und das nass kalte Frühjahr verzögerten die Entwicklung der Vegetation. Trotzdem wurde Ende Juni  von den Berichtserstattern eine durchschnittliche Ernte erwartet, so dass die Landwirte im Durchschnitt mit 69,3 Dezitonnen Getreide pro Hektar rechneten; 6 Dezitonnen je Hektar unter dem Spitzenertrag 2004 bzw. 5 Dezitonnen je Hektar unter dem Vorjahresertrag.
Die geschätzte Rapsernte von 0,6 Mill. Tonnen entspricht in diesem Jahr dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre.

Auf die Brotgetreidearten (Weizen, Roggen) entfallen voraussichtlich knapp 3,1 Mill. Tonnen und auf die Futtergetreidearten (Gerste, Hafer, Triticale) 0,8 Mill. Tonnen. Allein 2,6 Mill. Tonnen bzw. 67 Prozent der Gesamtgetreideernte wird der Winterweizen, die in Sachsen-Anhalt dominierende und gleichzeitig ertragsstärkste Getreideart ist, erbringen.

Für die einzelnen Getreidearten schätzen die Betriebe gute Durchschnittserträge ein.
Bei Winterweizen werden nach ersten Einschätzungen 76,6 dt/ha (2009: 81,1 bzw. 2004: 83,4 dt/ha) erwartet, das entspricht dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre. Für Wintergerste und Triticale liegen die Schätzungen mit 69,9 Dezitonnen je Hektar (2009: 74,3 dt/ha) und 54,4 Dezitonnen je Hektar (2009: 58,7 dt/ha) sogar etwas über die durchschnittlichen Erträge von 2004 bis 2009.

Nach bisherigen Schätzungen liegt die Hektarleistung vom Raps in diesem Jahr  im Landesmittel bei 36,4 Dezitonnen. Somit liegt sie um 7,7 Dezitonnen bzw. 17 Prozent unter dem Vorjahresertrag. Das Erntejahr 2009 erbrachte die beste Hektarleistung seit Jahren.

Da diese Ergebnisse aus ersten vorläufigen Schätzungen berechnet wurden und Kornbildung sowie Ernteverluste entscheidend von dem weiteren Witterungsverlauf (Niederschlagsverteilung, Sonneneinstrahlung) bis zum Erntezeitpunkt abhängen, kann die Erntemenge an Getreide und Raps noch mehr oder minder von dieser Vorschätzung abweichen.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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