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Pressemitteilungen 2010 - Juli


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PM 87 / 2010
21.07.2010

Unterdurchschnittliche Spargel- und Erdbeerernte

Die diesjährige Spargelernte mit 39,6 Dezitonnen je Hektar ist nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes die magerste Ernte seit zehn Jahren. Im Vorjahr waren es 40,6 Dezitonnen je Hektar. Noch geringer war sie nur in den Jahren 1995 und 1996. Die Erntemenge liegt um fast ein Fünftel unter dem Durchschnitt der vergangenen 6 Jahre.
Die Erdbeererzeuger in Sachsen-Anhalt werden im Jahr 2010, voraussichtlich mit 800 Tonnen, eine deutlich schlechtere Ernte im Vergleich zum sechsjährigen Mittel (1 250 Tonnen) einbringen. Mit geschätzten 68,3 Dezitonnen wird ein deutlich unter dem Vorjahresertrag von 92,2 Dezitonnen liegender Hektarertrag erwartet.

Die Spargelbetriebe mit einfachen Anbauverfahren begannen mit der Ernte in diesem Jahr erst Ende April. Im Vorjahr hat die Spargelernte bereits Anfang April - deutlich früher als üblich - begonnen. Der Spargel brachte im Jahr 2010 unterschiedlichste Hektarerträge von 10 bis 70 Dezitonnen. So ernteten die Spargelanbauer Sachsen-Anhalts in diesem Jahr auf knapp 1 000 Hektar (Vorjahresfläche) nur geschätzte 3 900 Tonnen des beliebten Edelgemüses. Im Vergleich zum sechsjährigen Landesmittel ist die Erntemenge um fast ein Fünftel gesunken. Die niedrigste Hektarleistung wurde im Jahr 2006 erreicht.
Bedeutendste Anbauregionen in Sachsen-Anhalt sind Altmark, Jerichower Land, Anhalt-Zerbst und Börde.

Der harte Winter hat die Erdbeerreihen ausgedünnt. Die Spätfröste im Mai führten bei den Erdbeeren zu einer verspäteten Ernte und reduzierten die anfänglichen Mengen. Es wurden starke regionale Ertragsschwankungen zwischen 0 und 90 Dezitonnen je Hektar gemeldet. Ohne zusätzliche Bewässerung ist ein Teil der Erdbeeren vertrocknet. Ausgehend von den abgeernteten Erdbeerflächen im Jahr 2010 ist, bei zu erwarteten Hektarerträgen von 68,3 Dezitonnen, mit einer Erntemenge von nur 800 Tonnen zu rechnen. Das sind fast 300 Tonnen weniger als im Vorjahr. Gegenüber dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre wird die Erntemenge, vor allem auch wegen der inzwischen erfolgten Flächenreduzierung, um etwa ein Drittel niedriger ausfallen.

 



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