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Pressemitteilungen 2010 - Juli


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PM 72 / 2010
01.07.2010

Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt im Juni 2010 konstant gegenüber Mai 2010

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes veränderte sich das Niveau des Index der Verbraucherpreise insgesamt in Sachsen-Anhalt im Juni 2010 gegenüber dem Vormonat nicht. Wie im Mai belief sich der Stand des Index auf 107,8 (Basis: 2005 = 100).
Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2009 betrug die Inflationsrate 1,1 Prozent.

Nahrungsmittel verteuerten sich in Sachsen-Anhalt gegenüber dem Vormonat Mai. Wesentliche Preisveränderungen wurden bei Milchprodukten und Speisefetten und -ölen registriert. Preise für Butter stiegen um knapp 17 Prozent, Speisequark verteuerte sich um 1,0 Prozent und süße Sahne stieg um 2,6 Prozent. Für H-Milch war im Durchschnitt knapp 2 Prozent mehr zu zahlen als im Mai. Vergleichbar entwickelte sich frische Vollmilch mit einem Anstieg von 1,3 Prozent.
Für frisches Fischfilet wurde im Juni 0,7 Prozent mehr verlangt als im Mai 2010. Fischstäbchen dagegen waren 3,3 Prozent günstiger.
Zu Beginn der Grillsaison entwickelten sich Fleischpreise uneinheitlich. Rindfleisch zum Schmoren und Braten war - 3,7 Prozent günstiger als im letzten Monat. Dagegen stiegen die Preise für Schweinekotelett oder -schnitzel um 3,6 Prozent. Bratwust lag knapp 2 Prozent über gegenüber dem im Mai gemessenen Niveau.

Gegenüber dem Vorjahresmonat sanken die Preise für Haushaltsenergie durchschnittlich um 0,3 Prozent, beeinflusst durch gesunkene Gaspreise (- 7,2 Prozent). Für Strom dagegen stieg das Niveau um 0,4 Prozent und für flüssige Brennstoffe (leichtes Heizöl) war im Schnitt 26,4 Prozent mehr auszugeben als vor einem Jahr.
Kraftstoffe waren knapp 8 Prozent teurer im Vergleich zum Juni 2009, wesentlich beeinflusst durch Diesel (+ 13,1 Prozent). Superbenzin stieg im gleichen Zeitraum um 6,2 Prozent.
Bei Nahrungsmitteln wurden im Juni bemerkenswerte Preissteigerungen im Verlauf des Jahres registriert. Butter war knapp 50 Prozent teurer, Speisequark fast ein Viertel, süße Sahne mehr als 20 Prozent. Kopf- oder Eisbergsalat stieg um knapp 33 Prozent und für Weißkohl und Paprikaschoten waren reichlich 31 Prozent mehr zu zahlen als noch vor einem Jahr. Dagegen sanken die Preise u. a. für Speisemöhren und Mehl um mehr als 14 Prozent, auch für Hartkäse um über 15 Prozent und für Räucherfisch um knapp 8 Prozent.

 

Verbraucherpreisindex für Sachsen-Anhalt (2005 = 100)
Übersicht für Juni 2010

Index
Hauptgruppe
Gütergruppe

Indexstand

Veränderung gegenüber

Juni
2010

Juni
2009

Mai
2010

2005=100

um Prozent

 

 

Verbraucherpreisindex insgesamt 

107,8

1,1

0,0

 

   ohne saisonabhängige Nahrungsmittel

107,6

1,0

0,1

 

   ohne Heizöl und Kraftstoffe          

107,2

0,6

0,0

 

   ohne Nettomieten und Nebenkosten

109,2

1,2

0,1

 

   ohne administrierte Preise          

107,5

1,3

0,0

 

   Waren insgesamt

110,3

1,4

0,0

 

   Verbrauchsgüter

115,1

1,5

0,1

 

   Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer

107,4

2,3

- 0,6

 

   Langlebige Gebrauchsgüter

97,3

0,0

- 0,1

 

01

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke

111,4

1,3

0,4

 

   Nahrungsmittel

112,8

1,3

0,1

 

         Brot und Getreideerzeugnisse

114,9

- 0,1

0,0

 

         Molkereiprodukte und Eier

111,6

3,0

0,5

 

         Speisefette und -öle

128,2

18,7

7,7

 

         Gemüse (einschl. Kartoffeln)

120,6

3,7

- 3,4

 

   Alkoholfreie Getränke

102,1

0,6

2,5

 

02

Alkoholische Getränke und Tabakwaren

111,5

- 0,1

0,2

 

   Alkoholische Getränke

105,1

- 0,8

0,5

 

03

Bekleidung und Schuhe

110,9

4,2

- 1,2

 

   Bekleidung

111,2

4,1

- 1,2

 

   Schuhe

110,0

5,0

- 0,9

 

04

Wohnung, Wasser, Strom, Gas und
andere Brennstoffe

108,9

0,7

0,1

 

   Wohnungsmieten (einschl. Nebenkosten)

103,4

1,0

0,0

 

         Nettokaltmieten

102,9

0,7

0,0

 

        Wohnungsnebenkosten

106,8

3,0

0,0

 

   Haushaltsenergie

128,4

- 0,3

0,2

 

05

Einrichtungsgegenstände für den Haushalt
und deren Instandhaltung

105,0

1,1

- 0,1

 

   Möbel, Innenausstattung und Einrichtungsgegenstände

107,4

1,2

0,0

 

06

Gesundheitspflege

104,7

0,4

0,0

 

   Medizinische Erzeugnisse, Geräte und Ausrüstungen 

109,0

- 0,1

- 0,1

 

07

Verkehr

112,9

2,6

0,1

 

   Kraftstoffe 

117,3

7,9

- 0,3

 

08

Nachrichtenübermittlung 

88,0

- 2,0

- 0,3

 

09

Freizeit, Unterhaltung und Kultur

100,9

0,5

0,2

 

   Pauschalreisen 

102,2

- 1,5

0,7

 

10

Bildungswesen 

105,3

2,2

0,0

 

11

Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen

109,9

0,8

1,1

 

   Beherbergungsdienstleistungen 

105,1

- 0,3

4,0

 

12

Andere Waren und Dienstleistungen

107,4

0,8

- 0,1

 

   Versicherungsdienstleistungen 

111,3

2,0

0,1



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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