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Pressemitteilungen 2010 - Juni


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PM 66 / 2010
17.06.2010

Rückgang der Erwerbstätigkeit verlangsamt sich

Im ersten Vierteljahr 2010 hatten 988,3 Tausend Erwerbstätige ihren Arbeitsplatz in Sachsen-Anhalt, das waren 6 000 Personen oder 0,6 Prozent weniger als im ersten Vierteljahr 2009.

Wie das Statistische Landesamt nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ mitteilte,  sank die Erwerbstätigkeit in Sachsen-Anhalt aufgrund der Wirtschaftskrise erneut. Seit dem 1. Vierteljahr 2009 lag die Erwerbstätigenzahl immer unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang verlangsamte sich jedoch zuletzt etwas. Im 4. Vierteljahr 2009 betrug die Abnahme noch 0,8 Prozent. Der Rückgang im 1. Vierteljahr 2010 beruhte hauptsächlich auf der Abnahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse und der so genannten  Ein-Euro-Jobs. Dabei hat die hohe Inanspruchnahme von Kurzarbeit erneut dämpfend auf den Rückgang der Beschäftigung gewirkt.

Der Personalabbau hat sich im 1. Vierteljahr 2010 auch in Deutschland insgesamt verlangsamt. Gegenüber dem 1. Vierteljahr 2009 sank die Erwerbstätigenzahl in Deutschland um 107 000 Personen oder 0,3 Prozent (4. Vierteljahr 2009: - 0,4 Prozent) auf 39,8 Millionen Personen. In den alten Bundesländern (ohne Berlin) fiel der Rückgang mit 0,4 Prozent stärker aus als in den neuen Bundesländern (ohne Berlin) mit 0,1 Prozent. Die Spannweite der Veränderungsraten reichte von minus 1,0 Prozent in Bremen bis plus 1,0 Prozent in Berlin. Sachsen-Anhalt lag mit einer Veränderungsrate von minus 0,6 Prozent zusammen mit Nordrhein-Westfalen vor Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, dem Saarland und Bremen.

Erwerbstätigkeit Deutschland

Der Rückgang der Erwerbstätigkeit gegenüber dem 1. Vierteljahr 2009 betraf fast alle Wirtschaftsbereiche Sachsen-Anhalts, am stärksten jedoch die Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (- 3,5 Prozent) und das Verarbeitende Gewerbe (- 2,9 Prozent). Nur die Bereiche Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister (+ 0,5 Prozent) und Handel, Gastgewerbe und Verkehr (+ 0,4 Prozent) konnten einen Anstieg verzeichnen.

 

Erwerbstätige in Sachsen-Anhalt im 1. Vierteljahr 2010 nach Wirtschaftsbereichen

 

Wirtschaftsbereich (WZ 2003)

Erwerbstätige

Veränderung zum

Vorjahreszeitraum

in 1 000

in %

 

 

 

 

Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

  27,0

- 1,0

- 3,5

Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe

162,6

- 4,7

- 2,8

 darunter

 

 

 

   Verarbeitendes Gewerbe

150,3

- 4,5

- 2,9

Baugewerbe

  73,3

- 0,6

- 0,8

Handel, Gastgewerbe und Verkehr

236,0

  0,9

  0,4

Finanzierung, Vermietung,  Unternehmensdienstl.

147,4

  0,8

  0,5

Öffentliche und private Dienstleister

341,9

- 1,4

- 0,4

 

 

 

 

Insgesamt

988,3

- 6,0

- 0,6

 

 

Im Vergleich zum Vorquartal nahm die Erwerbstätigkeit in Sachsen-Anhalt ebenfalls ab. Gegenüber dem 4. Vierteljahr 2009 waren es 38 200 Personen oder 3,7 Prozent weniger. Damit fiel die im ersten Vierteljahr des Jahres übliche saisonbedingte Abnahme geringer aus als im ersten Vierteljahr des vergangenen Jahres (- 4,0 Prozent).

Erwerbstätigkeit Sachsen-Anhalt

Die Ergebnisse sind abgestimmt auf den Berechnungsstand des Statistischen Bundesamtes vom 19. Mai 2010. Zusätzlich zur Erstberechnung des 1. Vierteljahres 2010 wurden auch die bisher veröffentlichten Zahlen ab dem 1. Vierteljahr 2009 überarbeitet. Weitere Ergebnisse können auch auf der Internetseite des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt http://www.statistik.sachsen-anhalt.de oder des Arbeitskreises http://www.statistik-hessen.de/erwerbstaetigenrechnung abgerufen werden.

 

Erwerbstätige (am Arbeitsort) in Deutschland

 

 

 

 

 

 

 

Land

2009

2010

1. Vj

2. Vj

3. Vj

4. Vj

1. Vj

Personen in 1000

Veränderung
gegenüber dem
Vorjahresquartal
 in %

Baden-Württemberg

5.559,6

5.575,9

5.561,7

5.593,4

5.522,3

-0,7

Bayern

6.601,8

6.639,9

6.659,5

6.696,5

6.588,0

-0,2

Berlin

1.643,2

1.661,0

1.670,7

1.687,3

1.659,1

1,0

Brandenburg

1.035,2

1.053,7

1.064,9

1.072,7

1.043,5

0,8

Bremen

390,7

390,7

389,5

393,1

386,8

-1,0

Hamburg

1.118,3

1.122,1

1.125,4

1.137,6

1.120,6

0,2

Hessen

3.101,0

3.111,2

3.118,5

3.141,5

3.095,5

-0,2

Mecklenburg-Vorpommern

713,7

729,0

741,2

738,1

708,2

-0,8

Niedersachsen

3.637,4

3.671,6

3.690,3

3.703,6

3.641,7

0,1

Nordrhein-Westfalen

8.632,3

8.661,6

8.681,2

8.730,8

8.578,7

-0,6

Rheinland-Pfalz

1.837,1

1.852,0

1.860,0

1.866,2

1.834,3

-0,2

Saarland

506,5

505,3

505,4

508,6

502,4

-0,8

Sachsen

1.908,5

1.930,4

1.952,8

1.964,8

1.909,9

0,1

Sachsen-Anhalt

994,3

1.004,6

1.014,9

1.026,5

988,3

-0,6

Schleswig-Holstein

1.264,0

1.279,7

1.286,9

1.288,4

1.261,5

-0,2

Thüringen

1.003,5

1.012,2

1.021,2

1.025,9

999,3

-0,4

Deutschland

39.947,0

40.201,0

40.344,0

40.575,0

39.840,0

-0,3

Nachrichtlich:

 

 

 

 

 

 

  Alte Länder ohne Berlin

32.648,5

32.810,2

32.878,3

33.059,7

32.531,8

-0,4

  Alte Länder mit Berlin

34.291,7

34.471,2

34.549,0

34.747,0

34.190,8

-0,3

  Neue Länder ohne Berlin

5.655,3

5.729,8

5.795,0

5.828,0

5.649,2

-0,1

  Neue Länder mit Berlin

7.298,5

7.390,8

7.465,7

7.515,3

7.308,2

0,1

  Stadtstaaten

3.152,2

3.173,8

3.185,6

3.218,0

3.166,5

0,5

  Flächenländer

36.794,8

37.027,2

37.158,4

37.357,0

36.673,5

-0,3

_______

 

 

 

 

 

 

Quelle: Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder”. — Berechnungsstand:  19. Mai 2010.

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe aller Erwerbstätigen nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept). Erfasst werden demnach alle Personen, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zuzüglich der außerhalb dieses Gebietes wohnenden Personen, die als Einpendler in diese Region ihren Arbeitsplatz erreichen. Zu den Erwerbstätigen rechnen alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und marginal Beschäftigte) oder als Selbstständige einschl. deren mithelfenden Familienangehörigen, eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Grundlage für diese Definition bilden die von der International Labour Organization (ILO) aufgestellten Normen, die im Einklang mit den entsprechenden Definitionen im Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 1995 stehen.

 

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


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