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Pressemitteilungen 2010 - Mai


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PM 53 / 2010
11.05.2010

In den Kraftwerken der allgemeinen Energieversorgung in Sachsen-Anhalt bleibt die Braunkohle wichtigster Energieträger

Im Jahr 2009 wurde in Sachsen-Anhalt in den Kraftwerken der allgemeinen Versorgung 11 100 Millionen kWh Nettostrom erzeugt. Das waren 700 Millionen kWh bzw. 6 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Mit einem Anteil von ca. 60 Prozent leistete die heimische Braunkohle weiterhin den wichtigsten Beitrag zur Stromerzeugung in den Kraftwerken der allgemeinen Versorgung, gefolgt von Erdgas mit ca. 30 Prozent. Die einbezogenen Müllheizkraftwerke waren mit 7 Prozent beteiligt.

Der Anteil der Nettostromerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung (gleichzeitige Gewinnung von Strom und Wärme durch eine Erzeugungsanlage) lag bei 33 Prozent.

Im Jahr 2009 betrug die Nettowärmeerzeugung in den Kraftwerken der allgemeinen Versorgung 6 500 Millionen kWh, 2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Zu knapp zwei Dritteln erfolgte die Wärmeerzeugung in mit Erdgas betriebenen Anlagen, gefolgt von Braunkohle mit 27 Prozent.

Der Energieträgereinsatz zur Herstellung von Strom und Wärme in den Kraftwerken der allgemeinen Versorgung wurde im Jahr 2009 in Sachsen-Anhalt mit 132 000 Terajoule (TJ) angegeben. In den mit Kohle betriebenen Kraftwerken wurden rund 7,4 Millionen t Braunkohle eingesetzt, fast 5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Mit 1 300 Millionen m³ lag die Verwendung von Erdgas um 4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Erneuerbare Energien spielten in den Kraftwerken der allgemeinen Versorgung eine untergeordnete Rolle und kamen überwiegend als Biomasse, Klärschlamm und biogenen Anteil des Abfalls zum Einsatz.

Durch den Einsatz von fossilen Brennstoffen bei der Strom- und Wärmeerzeugung wurde in den genannten Kraftwerken ein Ausstoß von 10 700 Tausend Tonnen CO2 ermittelt. Trotz steigender Nettostromerzeugung (+ 700 Millionen kWh) emittierten die Kraftwerke 255 Tausend Tonnen CO2 weniger als im Jahr zuvor.

Aussagen über die gesamte Stromerzeugung in Sachsen-Anhalt können erst zu einem späteren Zeitpunkt getroffen werden, da Angaben über die Stromerzeugung in Industriekraftwerken und die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien für das Jahr 2009 noch nicht vorliegen.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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