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Pressemitteilungen 2010 - Mai


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PM 51 / 2010
06.05.2010

Gewerbesteuerrückgang im I. Quartal

Das Aufkommen an Gewerbesteuern aller sachsen-anhaltischen Kommunen ist im I. Quartal 2010 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes mit insgesamt 111,4 Millionen EUR brutto um 12,2 Millionen EUR unter dem Aufkommen im vergleichbaren  Vorjahreszeitraum geblieben. Der Rückgang um knapp 10 Prozent fiel gegenüber der Abwärtsbewegung um 21 Prozent zum Jahresende 2009 schwächer aus, allerdings stellt sich das Ergebnis bezogen auf die einzelnen Kommunen erneut sehr differenziert dar.

Von den 364 Gemeinden hatten rd. 91 Prozent positive Gewerbesteueraufkommen. Bei 151 von ihnen ist das Aufkommen verglichen mit dem Vorjahresquartal gestiegen. Gut jede zweite Gemeinde musste Mindereinnahmen hinnehmen oder gar Erstattungen leisten. Zusammen erreichten diese „Verluste“ ein Volumen von rd. 47 Millionen EUR. Darunter  entfielen 4,8 Millionen EUR auf 24 Kommunen, die zuviel entrichtete Gewerbesteuern an die Unternehmen erstatten mussten und saldiert ein negatives Aufkommen abrechneten.

Gut jede dritte Gemeinde musste empfindliche Einbußen von mehr als 50 Prozent ihres Vorjahresaufkommens verkraften. Hohe Mindereinnahmen hatten u.a. die Stadt Bitterfeld-Wolfen von 8,1 Millionen (- 95 Prozent), die Gemeinde Schkopau von 2,6 Millionen EUR (- 57 Prozent) und die Stadt Leuna von 2,6 Millionen EUR (- 53 Prozent) Weitere 35 Kommunen erreichten nur noch zwischen 50 und 80 Prozent ihres Vorjahresaufkommens. Einen deutlichen Rückschlag erlitten darunter die Landeshauptstadt Magdeburg mit Mindereinnahmen von 9,2 Millionen EUR (- 39 Prozent) und die kreisfreie Stadt Halle von 3,8 Millionen EUR (- 26 Prozent). Der noch zum Jahresende 2009 für den kreisangehörigen Raum festgestellte starke Rückgang ist damit zeitversetzt  nun auch in den beiden kreisfreien Städten eingetreten. Die Ausnahme bildet die Stadt Dessau, deren Einnahmen zum Vorjahresquartal leicht angestiegen sind.
Bei den Ergebnissen ist zu beachten, dass durch die Gemeindegebietsreform größere Einheiten entstanden sind, wodurch sich krasse Unterschiede im kommunalen Raum etwas ausgleichen. Zudem sind verfahrensbedingte hohe Schwankungen im Jahresverlauf nicht auszuschließen.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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