Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt Auf einen Blick Daten und Fakten Shop Veröffentlichungen Datenerhebungen Wir über uns Links  
 





Pressemitteilungen 2010 - März


Seite drucken
Januar
April
Juli
Oktober
Februar
Mai
August
November
März
Juni
September
Dezember
PM 41 / 2010
31.03.2010

Magere Weinernte 2009 jedoch mit hervorragender Qualität

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurde im Jahr 2009 im Weinanbaugebiet Sachsen-Anhalt auf einer Fläche von 621 Hektar - bis jetzt die größte ertragsfähige Rebfläche - eine Weinernte von 2,47 Millionen Liter eingebracht, die etwa nur der Hälfte der Vorjahresmenge entsprach. Der Ertragsverlust ist auf das feucht-kalte Wetter im Mai und Juni sowie auf Frost- und Hagelschäden zurück zu führen. Das Weinjahr 2009 schloss, nach den Rekorderträgen des Jahres 2008, im Vergleich der letzten 10 Jahre, an die mengeschwachen Jahrgänge 2003 und 2005 an. Mit der Weinlese 2009 war, wie bereits in den Vorjahren, fast die gesamte Ernte für die Herstellung von Qualitätsweinen geeignet. 20 070 Hektoliter (81 Prozent, 2008 = 87 Prozent) wurden als Qualitätswein und 4 639 Hektoliter (19 Prozent, 2008 = 13 Prozent) als Prädikatswein, die höchste Qualitätsstufe, erzeugt.

Der lang anhaltende und strenge Frost mit Temperaturen teilweise unter minus 25 Grad Celsius sowie die schlechten Bedingungen zur Blütezeit (Verrieselung) haben besonders den Rebsorten Müller-Thurgau (118 Hektar) - besonders anfällig und teilweise mit Totalausfällen - Bacchus (26 Hektar), Traminer (26 Hektar), Weiß- sowie Grauburgunder (79 bzw. 29 Hektar) stark zugesetzt. Aber optimale spätsommerliche Witterungsbedingungen mit vielen Sonnenstunden führten nicht nur zu einem Anstieg des Zuckergehaltes in den Beeren, sondern auch zu besonders qualitativem, gesundem und hoch reifem Lesegut. So konnten fruchtbetonte und gehaltvolle Weine mit einem durchschnittlichen Mostgewicht (wichtiges Kriterium der Qualität der Weinmosternte) von 81 Grad Oechsle (2008 = 75 Grad Oechsle) erzeugt werden. Die erreichten durchschnittlichen Mostgewichte betrugen bei den Weißweinrebsorten 82 Grad Oechsle, bei der Rebsorte Grauburgunder sogar 94 Grad Oechsle, und bei den Rotweinsorten 79 Grad Oechsle, bei der Rebsorte Regent 91,6 Grad Oechsle.

Die gegenüber dem Vorjahr um mehr als die Hälfte kleinere Erntemenge ist auf die in den letzten 10 Jahren niedrigste Flächenleistung im Mittel aller Rebsorten von 39,9 Hektoliter je Hektar zurück zu führen. Im ertragsreichsten Vorjahr lag sie bei 83,1 Hektoliter je Hektar.

Bei den erzeugten Weißweinen (16 633 Hektoliter) liegt der Anteil „einfacher“ Qualitätsweine bei 75 Prozent und der der Qualitätsweine mit Prädikat bei 25 Prozent (2008 = 16 Prozent).
Die Produktion von Rotwein (8 104 Hektoliter) umfasste 33 Prozent (2008 = 28 Prozent) der Erntemenge. Dabei war der Anteil der Qualitätsweine ohne Prädikat mit fast 95 Prozent sehr hoch.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


Statistisches Landesamt
Merseburger Str. 2
06110 Halle (Saale)
Tel.: 0345 2318-702
Fax: 0345 2318-913

Internet:
http://www.statistik.
sachsen-anhalt.de
E-Mail:
pressestelle@
stala.mi.sachsen-
anhalt.de