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Pressemitteilungen 2010 - März


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PM 38 / 2010
25.03.2010

Apothekenumsätze gestiegen

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes aus der aktuellsten Umsatzsteuerstatistik des Jahres 2008 hatten 529 Apotheken ihren Sitz in Sachsen-Anhalt1). Zusammen erwirtschafteten sie Umsätze aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,2 Milliarden EUR und damit  79 Millionen EUR oder 6,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Je 100 000 Einwohner gab es mit 22 Apotheken ebenso viele wie im Vorjahr.

Statistisch gesehen stand für die Versorgung von durchschnittlich 4 534 Einwohnern eine Apotheke zur Verfügung, was verglichen mit dem Bundesdurchschnitt von 4 101 Einwohnern auf ein weniger dichtes sachsen-anhaltisches Versorgungsnetz als anderswo schließen lässt. Allerdings gab es große Unterschiede in der Fläche, die Spannbreite lag zwischen 3 483 in der Stadt Halle und 5 507 im Landkreis Stendal. Auffällig sind noch größere regionale Schwankungen  beim Apothekenumsatz je Einwohner. Diese reichten von 378 EUR im Landkreis Börde bis zu 693 EUR im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Deutlich über dem Durchschnitt von 513 EUR im Land lagen neben dem Landkreis Wittenberg auch die 3 kreisfreien Städte. Im Durchschnitt aller Länder generierten die Apotheken je Einwohner einen Umsatz von 462 EUR. Einer regionalen Verbrauchskennziffer der Sachsen-Anhalter kommt eine solche Umrechnung aber nicht gleich. Zu berücksichtigen ist vielmehr, dass Apotheken zunehmend nicht nur über Stadt- und Kreisgrenzen sondern auch über Landesgrenzen hinaus agieren und die Bürger dieses Engagement auch annehmen. Sachsen-Anhalts Apotheken erwirtschafteten 2008 immerhin 3,2 Prozent der bundesweiten Apothekenumsätze, bei ansonsten relativ geringen 0,9 Prozent Umsatzanteil der sachsen-anhaltischen Einzelhändler oder 1,1 Prozent Anteil der Umsätze aller Wirtschaftsbereiche jeweils bezogen auf Gesamtdeutschland.

Die längerfristige Betrachtung zeigt, dass die Umsätze der Apotheken für die gesamte Entwicklung der in Sachsen-Anhalt ansässigen Einzelhandelsunternehmen an Bedeutung gewonnen haben. Während die  Apothekenumsätze 2008 gegenüber dem Jahr 2000 mit gut 47 Prozent kräftig zulegten, wuchsen die Einzelhandelsumsätze insgesamt in diesem Zeitraum moderat um 6 Prozent. Der Umsatzanteil der Apotheken stieg von 20 Prozent auf knapp 28 Prozent. Dabei nahm ihre Anzahl um 63 bzw. 11 Prozent ab. Bundesweit machen die Apothekenumsätze aktuell gerade einmal 8 Prozent des Umsatzvolumens des gesamten Einzelhandels aus.

Differenziert nach Umsatzgrößenklassen war eine Verschiebung zugunsten der Zahl der Apotheken mit Jahresumsätzen von 2 Millionen EUR und mehr zu verzeichnen bei gestiegenen durchschnittlichen Umsätzen. Die 29 im Jahr 2008 umsatzintensivsten Apotheken erbrachten 22,7 Prozent des Volumens der gesamten Branche, im Jahr zuvor betrug der Anteil 18,7 Prozent.

 

1)  Unternehmen mit Hauptsitz in Sachsen-Anhalt und monatlicher oder vierteljährlicher
      Umsatzsteuervoranmeldung sowie einem Jahresumsatz von mehr als 17 500 EUR



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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