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Pressemitteilungen 2010 - März


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PM 36 / 2010
22.03.2010

Pro-Kopf-Verdienst 2009 stieg um 176 EUR

Im vergangenen Jahr gaben die Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt insgesamt 20,8 Mrd. EUR für Löhne und Gehälter aus. Einschließlich der Arbeitgeberbeiträge für Sozialversicherungen beliefen sich die an die Arbeitnehmer ausgezahlten Entgelte auf 25,7 Mrd. EUR. Das ergaben die neuesten Berechnungen des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“, dem auch das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt angehört.

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt weiter mitteilte, fielen im Jahr 2009 die Arbeitnehmerentgelte, zu denen neben den Bruttolöhnen und  -gehältern der Arbeitnehmer auch die Sozialbeiträge der Arbeitgeber zählen, um rund 0,2 Mrd. EUR bzw. 0,8 Prozent höher aus als im Vorjahr.
Zurückzuführen ist dieser Zuwachs auf die um 0,5 Prozent gestiegenen Bruttolöhne und -gehälter sowie die um 2,1 Prozent gestiegenen Arbeitgeberbeiträge.

Der Bundesdurchschnitt wies erstmals rückläufige Werte aus. Während in den fünf neuen Bundesländern die Arbeitnehmerentgelte durchschnittlich um 0,7 Prozent anstiegen, sank das Entgelt in den alten Bundesländern (ohne Berlin) um 0,2 Prozent.

Im Jahr 2009 lag der durchschnittliche Verdienst (Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer) in Sachsen-Anhalt bei 22 648 EUR. Das waren 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit hatte jeder Arbeitnehmer durchschnittlich 176 EUR mehr „Brutto“ auf seiner Gehalts- bzw. Lohnabrechnung.
Die Entwicklung der Bruttolöhne und -gehälter wurde rechnerisch gebremst. Seit Januar 2009 werden Beiträge zu privaten Krankenversicherungen anders gebucht, sie zählen nicht mehr zu den Bruttoverdiensten, sondern zu den Sozialbeiträgen der Arbeitgeber. Lässt man diesen Effekt außer acht, wären die Pro-Kopf-Verdienste um 1,0 Prozent gestiegen.
Im Vergleich der Bundesländer zeigte sich die Entwicklung der Bruttoverdienste sehr unterschiedlich, sie rangierte zwischen + 1,4 Prozent in Brandenburg und - 2,0 Prozent im Saarland. Bundesweit gingen die Verdienste um durchschnittlich 0,4 Prozent zurück. Nach Großraumregionen betrachtet stiegen die Pro-Kopf-Verdienste in den Neuen Bundesländern ohne Berlin um 0,8 Prozent und sanken in den Alten Bundesländern ohne Berlin um 0,6 Prozent.

 

Arbeitnehmerentgelt

 

Im Jahr 2009 verdienten die Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt 82 Prozent vom Bundeswert. Damit lag der sachsen-anhaltinische Durchschnittsverdienst um 5 000 EUR pro Jahr unter dem gesamtdeutschen Verdienst.

Diese Ergebnisse zu den Arbeitnehmerentgelten und den Bruttolöhnen und -gehältern haben vorläufigen Charakter.

Ausführliche Ergebnisse zum Arbeitnehmerentgelt gegliedert nach Wirtschaftsbereichen veröffentlicht das Statistische Landesamt ab dem 22. März 2010.

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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