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Pressemitteilungen 2010 - Februar


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23.02.2010

Wirtschaftskrise zog Einbruch der Industrie nach sich

Dem Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt liegen für den industriellen Sektor die ersten Ergebnisse für das Jahr 2009 vor. Die Wirtschaftskrise hat deutliche Spuren in diesem Wirtschaftsbereich hinterlassen. Nachdem die sachsen-anhaltische Industrie in den letzten Jahren eine positive Bilanz sowohl hinsichtlich der Arbeitsplatz- als auch der Umsatzentwicklung aufzuweisen hatte, brachte das Jahr 2009 einen schmerzlichen Rückschlag für die Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden.

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, erwirtschafteten die Industriebetriebe Sachsen-Anhalts1) im Jahr 2009 einen Umsatz in Höhe von 29,4 Mrd. EUR, davon entfielen auf den deutschen Markt 21,4 Mrd. EUR und 8,0 Mrd. EUR auf das Ausland. Damit lag der Umsatz insgesamt nominal sogar unter dem Ergebnis vom Jahr 2006 mit 30,7 Mrd. EUR (2007: 34,2 Mrd. EUR; 2008: 35,5 Mrd. EUR).
Die Exportquote (Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz) erreichte 2009 nur noch 27,3 Prozent nach 29,8 Prozent im Jahr 2008.

Im Vergleich zum Vorjahr ging der Umsatz preisbereinigt2) um 12,5 Prozent zurück. Der Inlandsumsatz verringerte sich dabei um 6,0 Prozent und der Auslandsumsatz sogar um 25,6 Prozent.

Im Verarbeitenden Gewerbe war in fast allen Branchen ein Umsatzrückgang zu beobachten.Die  stärksten Umsatzeinbrüche   hatten   die   Hersteller   von   Kraftwagen    und   Kraftwagenteilen  mit   - 32,2 Prozent zu verkraften. Aber auch bei den Betrieben der Metallerzeugung und Metallbearbeitung (- 27,9 Prozent), des Sonstigen Fahrzeugbaus (- 26,3 Prozent) sowie den Herstellern von elektronischen Erzeugnissen (- 26,2 Prozent) wurden erhebliche Umsatzeinbußen ermittelt.

Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Arbeitsplatzsituation fielen dagegen nicht so gravierend aus. Am Ende des Jahres 2009 waren in den 664 größeren Industriebetrieben Sachsen-Anhalts1) 102 254 Männer und Frauen beschäftigt. Im Vergleich zum Ende 2008 verringerte sich die Beschäftigtenzahl um 2 082 Personen (- 2,0 Prozent).
Erhebliche Arbeitsplatzverluste gab es trotz der geänderten Kurzarbeiterregelungen in den Branchen Maschinenbau (- 429),  Metallerzeugung und -bearbeitung (- 342), Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (- 251) sowie Nahrungsmittelherstellung (- 231) im Jahresvergleich.

Im Gegensatz dazu stieg die Beschäftigung leicht in den Betrieben der Papier- und Pappeherstellung (+ 70 Personen), des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden (+ 32) sowie in der Mineralölverarbeitung (+ 31) im Vergleich zum Dezember 2008.

 

1)   Betriebe mit 50 und mehr  Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung
      von Steinen und Erden
2)   Die Veränderungsraten basieren auf dem preisbereinigten Umsatzindex
      (fachliche Betriebsteile; 2005 = 100)



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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