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Pressemitteilungen 2009 - Dezember


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PM 155 / 2009
18.12.2009

Statistisches Jahrbuch Sachsen-Anhalt 2009 erschienen

Auf der heutigen Pressekonferenz stellten der Innenminister des Landes Holger Hövelmann und der Präsident des Statistischen Landesamtes Manfred Scherschinski  gemeinsam das neue Jahrbuch vor. Der Minister ging in seinen Ausführungen besonders auf die Entwicklung der Bevölkerungszahlen ein. Dazu sagte er:
„Die Politik will natürlich nicht nur einen Schrumpfungsprozess begleiten und nachvollziehen, sondern wir wollen auch positive Gegenentwicklungen unterstützen und fördern. Den Bevölkerungsrückgang kann jedoch auch die steigende Geburtenrate nicht ausgleichen. Wir brauchen gleichzeitig eine Förderung des Zuzugs aus dem In- und Ausland, um auch in Zukunft unseren Fachkräftebedarf zu decken, um neue Impulse für das wirtschaftliche und kulturelle Leben in Sachsen-Anhalt zu erhalten und auch um die Finanzkraft des Landes zu stabilisieren." Hövelmann ging auch auf positive Entwicklungen in der Verkehrsunfallstatistik ein: „Während vom 1. Januar bis zum 15. Dezember 2008 in Sachsen-Anhalt bereits 223 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet worden waren, sind im gleichen Zeitraum dieses Jahres nach vorläufigen Zahlen 161 Menschen ums Leben gekommen, also 60 weniger als im Vorjahreszeitraum. Wir hoffen alle, dass sich dieser positive Trend fortsetzt.“

Der Präsident des Landesamtes bezeichnete das Statistische Jahrbuch als  „ein Nachschlagewerk für Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie für den interessierten Bürger. Auch für den Schulunterricht ist das Buch als Anschauungsmaterial für Sachsen-Anhalt sehr geeignet.

Im Jahrbuch erfährt man unter anderem:

  • Am Jahresende 2008 lebten in Sachsen-Anhalt 2 381 872 Einwohner. Gegenüber dem Vorjahr ging die Einwohnerzahl um 30 600 zurück, wobei der Wanderungsverlust mit 60 Prozent und das Geburtendefizit mit 40 Prozent Einfluss ausübten.

  • Betrachtet man die Bevölkerungsentwicklung seit Bildung des Landes Sachsen-Anhalt am 03. Oktober 1990, so hat die Bevölkerung um 508 600 Personen bzw. 18 Prozent abgenommen. Umgerechnet: Jeder 6. Einwohner des Jahres 1990 fehlt heute.

  • Nachdem im Jahr 2006 die Geburtenzahl rückläufig war, stieg diese im Jahr 2007 und 2008  wieder an. 17 697 Kinder kamen 2008 zur Welt,  das waren 310 mehr als im Vorjahr.

  • Mit 10 515 Eheschließungen im Jahr 2008 gaben sich 400 Paare mehr als im Vorjahr das Ja-Wort.

  • Die Zahl der Ehescheidungen stieg im Jahr 2008 wieder leicht an (+ 70). Mit 4 994 Scheidungen ist aber dennoch ein überwiegend rückläufiger Trend erkennbar.

  • Das Bruttoinlandsprodukt, umfassendster Ausdruck für die volkswirtschaftliche Gesamtleistung einer Region, wuchs in Sachsen-Anhalt im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 1,8 Prozent. Die Zunahme fiel damit geringer aus als mit 2,6 Prozent im Jahr 2007.

  • Im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden wurde im Jahr 2008 ein Gesamtumsatz von 39,6 Milliarden EUR erwirtschaftet. Die Zuwachsrate im Umsatz von vier Prozent war mit Ausnahme des Jahres 2002 (3,5%) die geringste seit dem Jahr 1997.

  • Im Jahr 2008 wurden in den Gewerbeämtern Sachsen-Anhalts 16 622 Gewerbeanmeldungen und 16 944 Gewerbeabmeldungen entgegengenommen - somit wurden 322 mehr Gewerbe abgemeldet als angemeldet. Nach den negativen Salden in den Jahren 1999 bis 2002 zeigt sich ein positives  Saldo fünf Jahre in Folge, im Jahr 2008 nun wieder eine negative Bilanz.

  • Seit dem Jahr 2003 verringerte sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen. Waren es im Jahr 2002 noch 1 942 Unternehmen die den Weg zum Gericht gehen mussten, so waren es im Jahr 2007 noch 850 Unternehmen und im vergangenen Jahr noch 780 Unternehmen.

  • Ebenso rückläufig ist die Zahl von Verbraucherinsolvenzen. Im Jahr 2007 traten 4 173 Verbraucher den Gang zum Insolvenzgericht an, 2008 waren es 3 597.

  • Die Zahl der Gästeankünfte in den Beherbergungseinrichtungen des Landes lag im Jahr 2008 bei 2,64 Millionen, die Zahl der Übernachtungen bei 6,7 Millionen. Gegenüber dem Jahr 2000 wurden Steigerungsraten von 17 Prozent bei den Ankünften und 18 Prozent bei den Übernachtungen ermittelt.

  •  Die Zahl der  Straßenverkehrsunfälle mit Personenschaden lag im Jahr 2008 bei 9 636 das waren 542 bzw. 5,3 Prozent weniger als im Vorjahr. 223 Personen wurden dabei getötet, 10 Personen mehr als im Vorjahr.

  • Bei einem geringfügigen Rückgang des Durchschnittsbestandes an Milchkühen im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr lag die Milchleistung je Kuh bei 8 262 Kilo, 317 Kilo bzw. vier Prozent mehr als im Jahr 2007. Jede Kuh gab umgerechnet pro Tag 22,6 Kilo Milch,  2007 waren es 21,8 Kilo Milch.

  • Der Legehennenbestand im Jahresdurchschnitt ging um 4,4 Prozent, die Zahl der gelegten Eier um etwa zwei Prozent zurück. Jede Henne legte im statistisch ermittelten Durchschnitt 308 Eier im Jahr 2008, neun Eier mehr als im Vorjahr. Umgerechnet für die Bevölkerung konnte jeder Bürger 221 Eier im Jahr 2008 verbrauchen.

  • Die Gemeinden und Gemeindeverbände des Landes hatten am Jahresende 2008 rund 2,9 Milliarden EUR Schulden (2007: 3,0 Milliarden EUR; 2006: 3,2 Milliarden EUR), das waren je Einwohner 1 218 EUR (39 EUR weniger als 2007).

  • Die höchste Pro-Kopf-Verschuldung hatten die Gemeinden und Gemeindeverbände der Kreise Anhalt-Bitterfeld mit 1 514 EUR, der Burgenlandkreis mit 1 396 EUR, Salzlandkreis mit 1 391 EUR, der Harz mit 1 387 EUR sowie der Altmarkkreis Salzwedel mit 1 344 EUR.

  • Betrachtet man noch dazu die Schulden des Landes von 19,8 Milliarden EUR, so errechnet sich daraus eine weitere Pro-Kopf-Verschuldung von 8 259 EUR,  10 EUR weniger als im Vorjahr.

 

Traditionsgemäß erscheint das Statistische Jahrbuch auch in diesem Jahr in zwei Teilen:

Teil 1   Landesdaten und Übersichten über alle Bundesländer 15,00 EUR
Teil 2   Kreisdaten   5,00 EUR  (zuzügl. Porto)

 

Das Jahrbuch kann ab sofort bestellt werden beim

Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt
Dezernat Öffentlichkeitsarbeit
Postfach 20 11 56
06012 Halle (Saale)

Fax: 0345 2318 – 913


E-Mail:             info@stala.mi.sachsen-anhalt.de
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Ausgewählte Jahrbuchtabellen als „Schnupperangebot“ sind zu finden unter
www.statistik.sachsen-anhalt.de



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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