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Pressemitteilungen 2005 - Dezember


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PM 220 / 2005
21.12.2005

Umsatzsteigerung im Verarbeitenden Gewerbe setzt sich weiter fort

Nach ersten Ergebnissen der Umsatzsteuerstatistik 2004, die im Statistischen Landesamt vorliegen, erzielten die 65 294 steuerpflichtigen Unternehmen mit Hauptsitz in Sachsen-Anhalt steuerbare Umsätze von insgesamt 45 Milliarden EUR.
Im Vergleich zum Jahr 2003 stieg das Umsatzvolumen bei leicht erhöhter Unternehmenszahl um 1,6 Milliarden EUR bzw. 3,6 Prozent. Davon waren 1,1 Milliarden EUR Lieferungen und Leistungen, deren Gesamtumfang damit auf 43,6 Milliarden EUR wuchs. Mit einem Plus von 0,5 Milliarden EUR bzw. 56,5 Prozent haben sich die innergemeinschaftlichen Erwerbe auf 1,4 Milliarden EUR entwickelt.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, war das Verarbeitende Gewerbe mit 31,5 Prozent Anteil an den Lieferungen und Leistungen insgesamt wie im Vorjahr umsatzstärkster Wirtschaftsbereich. Obgleich die Zahl der Unternehmen gegenüber 2003 um 83 erneut zurück ging konnte ein Umsatzzuwachs  von 1,7 Milliarden EUR bzw. 14,5 Prozent erreicht und damit die stärkste Entwicklung aller Wirtschaftsbereiche genommen werden. Darunter nahmen die Exportaktivitäten weiter zu, denn der Anteil der steuerfreien Lieferungen und Leistungen mit Vorsteuerabzug an den Lieferungen und Leistungen insgesamt erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 1,3 Prozentpunkte auf 18,9 Prozent. Auch bei den innergemeinschaftlichen Erwerben hat das Verarbeitende Gewerbe seine herausragende Position durch ein Plus von 491 Millionen EUR bzw. 87,8 Prozent im Vergleich zu 2003 noch verbessert. Fast drei Viertel der im Land erzielten innergemeinschaftlichen Erwerbe insgesamt entfielen auf diesen Wirtschaftsbereich.

Der Handel hat das Jahr 2004 mit einem leichten Anstieg der Lieferungen und Leistungen von 1,7 Prozent zum Vorjahr abgeschlossen und ist mit einem auf 26 Prozent reduzierten Landesanteil zweitstärkster Wirtschaftsbereich geblieben. Dabei war auch hier eine geringere Unternehmenszahl als im Jahr zuvor festzustellen.

Zweistellige Umsatzzuwächse konnten neben dem Verarbeitenden Gewerbe auch für die Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung sowie den Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden beobachtet werden.

Einen Einbruch bei den Lieferungen und Leistungen hatte 2004 das Baugewerbe zu verzeichnen. Mit 4,2 Milliarden EUR konnten die 10 892 Unternehmen dieser Branche lediglich 81 Prozent der Vorjahresumsätze erwirtschaften.

Trotz gestiegener Umsätze vereinnahmte der Fiskus 2004 mit 1,3 Milliarden EUR an Umsatzsteuer-Vorauszahlungen insgesamt 3,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Unternehmen haben in höherem Umfang als 2003 abziehbare Vorsteuern geltend gemacht.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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