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Pressemitteilungen 2004 - Dezember


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PM 208 / 2004
22.12.2004

Verarbeitendes Gewerbe 2003 umsatzstärkster Wirtschaftsbereich

Nach ersten Ergebnissen der Umsatzsteuerstatistik haben die 65 240 steuerpflichtigen Unternehmen mit Hauptsitz im Land im Jahr 2003 einen steuerbaren Umsatz in Höhe von 43,4 Milliarden EUR erwirtschaftet.

Gegenüber dem Vorjahr stiegen die steuerbaren Umsätze um 1,6 Milliarden EUR bzw. 3,8 Prozent bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen um 378 bzw. 0,6 Prozent.

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt weiter mitteilt war das Verarbeitende Gewerbe mit 28,2 Prozent Anteil an den Lieferungen und Leistungen insgesamt erstmals wieder seit 1999 umsatzstärkster Wirtschaftsbereich. Einen leichten Aufwärtstrend konnte auch die Baubranche verzeichnen.

Der Fiskus vereinnahmte 2003 insgesamt 1,4 Milliarden EUR an Umsatzsteuervorauszahlungen, das waren 0,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Den Großteil des steuerbaren Umsatzes bildeten mit 42,5 Milliarden EUR auch 2003 die Lieferungen und Leistungen. Der Zuwachs um 1,5 Milliarden EUR bzw. 3,6 Prozent zum Vorjahr ist zu zwei Drittel auf den überdurchschnittlichen Anstieg im Verarbeitenden Gewerbe zurückzuführen. Mit 12,0 Milliarden EUR erreichte dieser Wirtschaftsbereich ein Plus von 9,6 Prozent und die höchsten Umsätze seit 1994. Dabei ging die Zahl der Unternehmen zum Vorjahr um 165 auf 5 958 zurück. Der Handel büßte durch den Rückgang der Zahl seiner Unternehmen um 280 verbunden mit dem Rückgang der Lieferungen und Leistungen (Minus 2,8 Prozent) auf 11,2 Milliarden EUR seine bisherige Stellung ein. Mit einem Anteil von 26,2 Prozent an den Gesamtumsätzen Sachsen-Anhalts rangiert er nunmehr auf Platz zwei.

Eine leicht positive Entwicklung konnten die 11 423 Unternehmen im Baugewerbe verzeichnen. Erstmals seit 1994 wurden im Vergleich zum Vorjahr mehr Lieferungen und Leistungen erbracht, jedoch blieben auch diese hinter dem Niveau des Jahres 2001 zurück.

Etwas mehr als die Hälfte der sachsen-anhaltischen Umsätze aus Lieferungen und Leistungen wurde von den Gesellschaften mit beschränkter Haftung erzielt, die im Vergleich zum Vorjahr ihre Umsätze um rd. 1,3 Milliarden EUR bzw. 6,0 Prozent steigern konnten. In dieser Rechtsform betätigten sich 10 511 Unternehmen also gut ein Sechstel aller steuerpflichtigen Unternehmen Sachsen-Anhalts.

Etwa sieben von zehn steuerpflichtigen Unternehmen im Land waren traditionell als Einzelunternehmen tätig. Leistungsmäßig erreichten diese knapp ein Viertel des Gesamtumsatzes und einen Zuwachs zum Vorjahr von 1,8 Prozent.

Mit 15,9 Prozent auf nunmehr 0,9 Milliarden EUR stiegen die innergemeinschaftlichen Erwerbe gegenüber dem Vorjahr deutlich schneller als die Lieferungen und Leistungen und erreichten damit das bislang höchste Niveau. Dabei wurden durch das Verarbeitende Gewerbe 61,6 Prozent dieser Umsätze des EU-Binnenmarktes erzielt.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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