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Pressemitteilungen 2004 - Dezember


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PM 206 / 2004
21.12.2004

Fast 12 000 Sachsen-Anhalter erhielten Ende 2003 Leistungen der bedarfsorientierten Grundsicherung

Die bedarfsorientierte Grundsicherung, eine neue soziale Leistung, die zum 1. Januar 2003 eingeführt wurde (GSiG), kann von Personen ab dem 65. Lebensjahr und Personen ab dem 18. Lebensjahr, die dauerhaft erwerbsgemindert sind und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik haben, beantragt werden.

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, erhielten am Jahresende 2003 in Sachsen-Anhalt 11 706 Personen Leistungen der bedarfsorientierten Grundsicherung. Das sind 0,5 Prozent der Bevölkerung ab 18 Jahren.

Im Land Sachsen-Anhalt wurden zur Abdeckung dieses Anspruch imJahr 2003 22,6 Millionen EUR aufgewendet. Durch Erstattungen von anderen Sozialleistungsträgern in Höhe von 0,6 Millionen EUR verblieben noch netto  knapp 22 Millionen EUR an reinen Leistungsausgaben.

Fast 7 100 Personen bzw. gut 60 Prozent der Grundsicherungsempfänger waren im Alter zwischen 18 und 64 Jahren und konnten eine dauerhafte Erwerbsminderung nachweisen, die voraussichtlich nicht behoben werden kann. Das entspricht einem Anteil von 0,4 Prozent der Bevölkerung dieser Altersgruppe.
Nahezu 40 Prozent bzw. 4 634 Bezieher waren bereits im Rentenalter. Damit waren 0,9 Prozent aller Menschen diesen Alters Grundsicherungsempfänger.

Der Anteil der Frauen am Leistungsbezug lag bei 55,5 Prozent. Das sind 6 492 Personen. Das Durchschnittsalter betrug dabei 59 Jahre.

Da im Personenkreis der unter 65-Jährigen der Anteil der Männer höher ist, beträgt hier das Durchschnittsalter nur 44 Jahre.

Knapp 40 Prozent der Hilfeempfänger lebten in stationären Einrichtungen, z. B. in  Alten- oder Pflegeheimen.

In Sachsen-Anhalt betrug der errechnete durchschnittliche Bruttobedarf pro Monat 520 EUR. Mehr als ein Drittel (durchschnittlich 201 EUR) entfielen dabei auf Unterkunft und Heizung. Unter Berücksichtigung des angerechneten Einkommens in Höhe von durchschnittlich 317 EUR belief sich der ausgezahlte Nettobetrag je Grundsicherungsempfänger auf 220 EUR im Schnitt.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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