Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
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Pressemitteilungen 2003 - Dezember


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17.12.2003

Statistisches Jahrbuch 2003 ist erschienen

Das "Buch der Zahlen" wurde heute vom Direktor des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vorgestellt. Auf reichlich 700 Seiten findet der Leser interessante Informationen zur demografischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung im Land Sachsen-Anhalt. Erstmals beinhaltet das Jahrbuch Ergebnisse aus der neuen Dienstleistungsstatistik
Nachstehend einige Eckdaten:

  • Im Jahr 2002 lebten 2 548  911 Bürger in Sachsen-Anhalt. Das waren im Vergleich zum 3. Oktober 1990, dem Datum der Wiedervereinigung, 341 563 oder 11,8 Prozent weniger Einwohner. Mit dem Jahr 2001 verglichen, verlor Sachsen-Anhalt 31 715 oder 1,2 Prozent Einwohner.

  • Während 1950 noch 176 Bürgerinnen und Bürger einen Quadratkilometer Sachsen-Anhalts bevölkerten, waren es zum Jahresende 2002 nur noch 125.

  • Der Anteil der ausländischen Bevölkerung beträgt inzwischen 1,9 Prozent, ist aber gemeinsam mit Thüringen am geringsten im Ländervergleich. Anfang der 90er-Jahre betrug der Anteil noch weniger als ein Prozent.

  • Bedauerlicherweise setzte sich der bis zum Jahr 2000 ansteigende Trend bei den Geburten in den Jahren 2001 und 2002 nicht weiter fort.

  • Im Jahr 2002 starben 30 159 Personen insgesamt; 15 075 Sachsen-Anhalter an Herz-Kreislauf-Krankheiten, also jeder zweite. Damit sind, wie seit Jahren, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen Todesursache Nummer 1. Zweithäufigste Todesursache sind Neubildungen - im Vergleich zum Jahr 2001 gab es hierbei einen stärkeren Anstieg.

  • Das monatliche Haushaltsnettoeinkommen der Privathaushalte stieg weiter an. Hatten 1991 noch 442 000 Privathaushalte ein Haushaltsnettoeinkommen von unter 700 EUR, so waren es im Jahr 2002 nur noch 131 000. Auf 2 000 EUR und mehr konnten 347 000 Privathaushalte zurückgreifen. 1991 waren es weniger als ein Zehntel der Haushalte.

  • Die Zahl der Ehepaare ohne Kinder ist seit 1991 von 317 100 auf 333 100 bis 2002 angestiegen. Aber die Zahl der Ehepaare mit Kindern ging um ein Drittel von 416 600 auf 281 900 zurück.

  • Die Zunahme der Einpersonenhaushalte um 29 Prozent und die Verringerung der Haushalte mit Kindern um 22 Prozent führte in den letzten zehn Jahren zu insgesamt kleineren Haushalten.1991 lag die durchschnittliche Haushaltsgröße noch bei 2,4 Personen, im Jahr 2002 waren es nur noch 2,1 Personen.

  • Die Zahl der Pflegebedürftigen stieg von 1999 bis 2001 um 8,7 Prozent an. Das Pflegepersonal in den ambulanten und stationären Einrichtungen wurde binnen 2 Jahren um 12 Prozent aufgestockt.

  • Die Anzahl der Studierenden an Hochschulen stieg im Jahr 2002 auf 43 211. Das waren 2 502 Studierende mehr als 2001. Mehr als ein Drittel aller Studierenden sind in den Bereichen Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. In den Sprach- und Kulturwissenschaften, dem zweitstärksten Bereich, liegt der Anteil der Studentinnen mit 73 Prozent besonders hoch. 7  Prozent aller Studierenden sind Ausländer, 1990 waren es 3 Prozent.

  • Die Straßenverkehrsunfälle mit Personenschaden nahmen im Jahr 2002 weiter ab. Waren es im Jahr 2001 noch 11 620 Straßenverkehrsunfälle, so ging die Zahl in diesem Jahr um 475 oder 4,1 Prozent zurück.

  • Die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Personen ging um 47 Personen bzw. 14,6 Prozent ebenfalls weiter zurück. Dennoch sind 276 getötete Personen 276 zu viel. Mehr als jeder fünfte schwerwiegende Unfall mit Sachschaden wurde durch Alkoholkonsum verursacht.

  • Die Zahl der Gästeübernachtungen ging in den Beherbergungseinrichtungen Sachsen-Anhalts im Jahr 2002 wieder um 3 Prozent zurück, nachdem ein kontinuierlicher Anstieg 1997 bis 2001 zu erkennen war. Der Rückgang betrifft sowohl Gäste aus dem Inland als auch aus dem Ausland.

  • Mit einem seit über zehn Jahren rückläufigen Bestand an Milchkühen wurde eine ständig steigende durchschnittliche Milchleistung je Kuh erreicht. Waren es 1991 noch   213 kg, so wurden im Jahr 2002 bereits 7 284 kg erbracht.

  • Im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe steigt seit dem Jahr 2000 die Zahl der Beschäftigten wieder an. Dennoch liegt die Zahl noch unter dem Niveau von 1996. Der Gesamtumsatz stieg erstmals auf 21,3 Milliarden EUR, das ist nahezu das Doppelte von 1993.

  • Der Gesamtumsatz stieg erstmals auf 21,3 Milliarden EUR.Auch die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe ging von 48 752 im Jahr 2001 auf 41 675 im Jahr 2002. Dies ist ein Rückgang um 14,5 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 1991 mit 64 744 Beschäftigten und einem Gesamtumsatz von 2,6 Milliarden EUR hatte das Bauhauptgewerbe im Jahr 2002 zwar ein Drittel mehr Umsatz, beschäftigte aber ein Drittel weniger Personal.

  • Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen geht seit dem Höhepunkt im Jahr 1997 mit 23 029 Wohnungen deutlich zurück. Lediglich 6 947 Wohnungen wurden 2002 fertiggestellt. 4 211 Wohnungen entstanden in Einfamilienhäusern.

  • Die Schulden der öffentlichen Haushalte stiegen im Jahr 2002 auf 19 Mrd. EUR an. 15,7 Mrd. EUR liegen beim Land und 3,3 Mrd. EUR bei den kreisfreien Städten, Landkreisen, kreisangehörigen Gemeinden einschließlich Verwaltungsämter. Je Einwohner sind das 7 423 EUR, das entspricht beispielsweise dem Bruttoverdienst eines Bäckers in einem halben Jahr. Im Jahr 1992 lagen diese Schulden noch bei 1 451 EUR.

Das Statistische Jahrbuch ist auch in diesem Jahr in zwei Teilen erschienen:

Teil 1 - mit Landesdaten und Übersichten über alle Bundesländer zum Preis von 15,00 EUR
Teil 2 - Kreisdaten zum Preis von 5,00 EUR
Das Jahrbuch kann ab sofort schriftlich bestellt werden beim

Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt
Dezernat Öffentlichkeitsarbeit
Postfach 20 11 56
06012 Halle/Saale

Fax: 0345 / 23 18 - 9 13

E-Mail: info@stala.mi.lsa-net.de

Auskünfte erhalten Sie unter: 03 45 / 23 18 - 7 15 / - 7 16 / - 7 77

Ausgewählte Jahrbuchtabellen als "Schnupperangebot" sind zu finden unter www.statistik.sachsen-anhalt.de.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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