Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt Auf einen Blick Daten und Fakten Shop Veröffentlichungen Datenerhebungen Wir über uns Links  
 





Pressemitteilungen 2002 - Dezember


Seite drucken
Januar
April
Juli
Oktober
Februar
Mai
August
November
März
Juni
September
Dezember
PM 139 / 2002
10.12.2002

Statistisches Jahrbuch 2002 für das Land Sachsen-Anhalt

Das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt hat zum zwölften Mal in Folge ein Statistisches Jahrbuch mit Daten über das Land Sachsen-Anhalt herausgegeben. Als wichtige Informationsquelle und umfangreiches Nachschlagewerk ist dieses Buch inzwischen für viele unverzichtbar geworden, weil es einen idealen Einblick in die Struktur und den Wandel im Land gibt.
Auf fast 700 Seiten bietet das Statistische Jahrbuch in zwei Teilen Daten aus allen Bereichen der amtlichen Statistik.

Aus der Breite des Informationsangebotes sollen hier einige Beispiele herausgezogen werden:

  • Ende 2001 lebten in Sachsen-Anhalt 2 580 626 Einwohner, das waren 10,2 Prozent weniger als 1990.

  • Die Bevölkerungsdichte betrug 126 Personen/km². Von den neuen Bundesländern sind Sachsen und Thüringen dichter besiedelt. Der bundesdeutsche Durchschnitt liegt bei 230 Personen/km2.

  • Der Bevölkerungsrückgang nahm im Jahr 2001 weiter zu, nachdem er in den Jahren 1993 bis 1996 abgeschwächt war. Mit 34 749 Personen war dies nach 1990/91 der zweitstärkste Bevölkerungsrückgang. Ursachen liegen zu rund 58 Prozent im Geburtendefizit. Wenngleich die Geburtenzahlen bis 2000 anstiegen, 2001 aber wieder zurückgingen, so lagen sie doch wesentlich unter den Sterbezahlen mit rückläufigem Trend.

  • Zu 42 Prozent wurde der Bevölkerungsrückgang durch das Wanderungsdefizit beeinflusst. 585 667 aus Sachsen-Anhalt abgewanderten Personen standen 454 450 zugezogene Personen im Zeitraum seit 1990 gegenüber. Diese enorme Abwanderung der Bevölkerung aus Sachsen-Anhalt erfolgte zu 66 Prozent in die westdeutschen Bundesländer.

  • Nur 46 Prozent der Zugezogenen kamen aus den westdeutschen Bundesländern.

  • Die Zahl der Schüler an den allgemein bildenden Schulen war bis zum Schuljahr 2001/02 rückläufig. Erst durch den Anstieg der Geburten im Jahr 1995 wurden im jetzt laufenden Schuljahr 2002/03 wieder mehr Kinder eingeschult.

  • Steigende Studentenzahlen belegen, dass Sachsen-Anhalts Universitäten und Hochschulen angesehene Bildungseinrichtungen sind.

  • 43 600 Studierende haben sich im laufenden Wintersemester eingeschrieben, 2 759 mehr als im vorigen Jahr. Der Anteil der ausländischen Studenten liegt bei 7 Prozent und hat sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt.

  • Im Jahr 2001 verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt in Sachsen-Anhalt gegenüber dem Vorjahr real um 0,5 Prozent und war damit im Vergleich der vergangenen 10 Jahre erstmals rückläufig.

  • Dagegen ist im 1. Halbjahr 2002 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum ein Zuwachs um 0,6 Prozent zu verzeichnen.

  • Die Zahl der Erwerbstätigen ging insgesamt von 1 274,1 Tausend im Jahr 1991 auf 1 038,1 Tausend im Jahr 2001 zurück.

  • Die Erwerbsquoten lagen im April 2001 in Sachsen-Anhalt bei 57,0 Prozent  für die Männer und bei 46,7 Prozent für die Frauen.

  • Die Arbeitslosigkeit, die in Sachsen-Anhalt seit 1995 am höchsten ist von allen Bundesländern, zeigt 2001 für die Männer eine Quote von 19,8 Prozent und für die Frauen von 22,0 Prozent. Besonders stark betroffen sind junge Leute im Alter bis 25 Jahren. Hier ist etwa jeder 5. - 6. arbeitslos.

  • Das Verarbeitende Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden erzielte im Jahr 2001 einen Umsatz von 20,6 Mrd. EUR. Das waren 1,0  Mrd. EUR oder 5,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Das fünfte Mal in Folge ist damit ein Zuwachs erzielt worden.

  • Auch die Zahl der Beschäftigten stieg um 3 310 auf 106 747 an.

  • Im Baugewerbe ging der Umsatz um weitere 16,5 Prozent zurück, die Zahl der Beschäftigten um 19,4 Prozent. Dieser Abwärtstend hält nun seit bereits 6 Jahre an.

  • Im April 1991 hatten 55,3 Prozent der Haushalte ein Nettoeinkommen unter 920 EUR, 2,9 Prozent der Haushalte ein Nettoeinkommen über 2 044 EUR. Im April 2001 hatten 21,3 Prozent der Haushalte weniger als 920 EUR, 26,5 Prozent mehr als 2 044 EUR.

  • Im bundesdeutschen Durchschnitt hatten 36,6 Prozent der Haushalte über 2 044 EUR Nettoeinkommen.

  • Der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte stieg in Sachsen-Anhalt auf der Basis von 1995 um 11,6 Prozentpunkte.

  • Besonders angestiegen sind dabei die Verbraucherpreise für das Bildungswesen, die Gesundheitspflege sowie Verkehrsleistungen.

  • Der Preisindex für Telekommunikation ging stark zurück, der für Bekleidung und Schuhe sowie für Hausrat und laufende Instandhaltung des Haushaltes stieg nur geringfügig an. Im bundesdeutschen Durchschnitt stieg der Gesamtindex um 9,6 Prozentpunkte.

  • Der Einzelhandel und das Gastgewerbe verzeichneten im Jahr 2001 einen weiteren Umsatz- und Beschäftigtenrückgang.

  • Der Außenhandel Sachsen-Anhalt zeigt bei der Ausfuhr seit 1994 jährlich steigende Umsätze. Waren im Wert von 4 439 Mill. EUR wurden im Jahr 2001 ausgeführt. Das war das doppelte Volumen des Jahres 1996.

  • Gegenüber dem Vorjahr stieg der Export aus Sachsen-Anhalt um 14,8 Prozent, der der Bundesrepublik Deutschland um 6,7 Prozent. Das Importvolumen 2001 verfehlte das des Vorjahres um rund 5 Prozent.

  • Reichlich die Hälfte des Exports geht in Staaten der Europäischen Gemeinschaft und ein Viertel in osteuropäische Länder, hervorstechend ist Polen. 8 Prozent der Exportgüter gehen nach Übersee.

  • Importiert werden Waren nur zu einem Drittel aus den EU-Staaten, aber knapp 60 Prozent kommen aus Osteuropa, überwiegend aus der Russischen Förderation.

  • Zwei Drittel der Fläche des Landes Sachsen-Anhalt ist Landwirtschaftsfläche. Durch zunehmend anderweitige Nutzung wie z. B. der Siedlungs- und Verkehrsfläche, nimmt die Landwirtschaftsfläche um jährlich 0,2 Prozent ab. Anbauflächen für Kartoffeln und Zuckerrüben sind besonders betroffen. Getreideflächen wurden insgesamt leicht ausgedehnt, besonders aber die Flächen für den Rapsanbau wurden in den letzten 10 Jahren verdoppelt.

  • 1999 gab es in Sachsen-Anhalt 151 ökologisch wirtschaftende Betriebe, 2001 waren es 173 Betriebe, von 3 Prozent auf 3,4 Prozent erhöhte sich der Anteil der ÖKO-Betriebe in Sachsen-Anhalt und lag damit über dem gesamtdeutschen Anteil von 2,6 Prozent, aber unter dem Durchschnitt in den neuen Ländern von 4,6 Prozent. Die durchschnittliche Betriebsgröße aller landwirtschaftlichen Betriebe lag bei 229 Hektar, die der ÖKO-Betriebe bei 177 Hektar.

  • Im Jahre 2001 gab es in Sachsen-Anhalt 69 545 Pflegebedürftige. Das waren 2 929 Personen bzw. 4,4 Prozent mehr als 1999. Mehr als vier Fünftel ( = 81 %) der Pflegebedürftigen waren 65 Jahre und älter.

  • Die Zunahme der Pflegebedürftigen ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Bevölkerung ab 65 Jahre und älter zurückzuführen. Etwa jeder 8. Mensch dieser Altersgruppe war pflegebedürftig. 31 Prozent der pflegebedürftigen älteren Menschen (= 17 427 Personen) war in einer stationären Pflegeeinrichtung.

Interessenten können das Statistische Jahrbuch zum Preis von 15,00 EUR - Teil I mit aktuellen Daten und langen Zeitreihen für das Land und von 5,00 EUR - Teil II - mit Daten der Landkreise und kreisfreien Städte erwerben.

Bestellungen an

Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Dezernat Öffentlichkeitsarbeit
Postfach 20 11 56
06012 Halle (Saale)

Telefax:

(03 45) 23 18 - 9 13

E-Mail

pressestelle@stala.mi.lsa-net.de

Internet:

http://www.statistik.sachsen-anhalt.de



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


Statistisches Landesamt
Merseburger Str. 2
06110 Halle (Saale)
Tel.: 0345 2318-702
Fax: 0345 2318-913

Internet:
http://www.statistik.
sachsen-anhalt.de
E-Mail:
pressestelle@
stala.mi.sachsen-
anhalt.de