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Pressemitteilungen 2000 - Dezember


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PM 153 / 2000
20.12.2000

Konjunktur in Sachsen-Anhalt: Weiterer Anstieg des Auslandsumsatzes

Von Januar bis September 2000 erwirtschafteten die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden einen Auslandsumsatz von 4 Mrd. DM. Das entsprach einer Erhöhung der Auslandsumsätze um fast ein Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die wertmäßig höchsten Verkäufe im Ausland tätigten die Betriebe der Chemischen Industrie mit 1,3 Mrd. DM sowie der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 0,8 Mrd. DM.
Dem Anstieg der Auslandsumsätze von 32,2 Prozent in Sachsen-Anhalt stand ein Anstieg um 29,5 Prozent in den Neuen Bundesländern und Berlin-Ost gegenüber.
Die in Sachsen-Anhalt leicht angestiegene Exportquote von 14,0 Prozent führte nicht zu einer weiteren Annäherung an die in den Neuen Bundesländern und Berlin-Ost durchschnittlich erreichte Exportquote von 20,9 Prozent.
Von Januar bis September 2000 stiegen die Umsätze aus Inlands- und Auslandsgeschäften auf insgesamt 27,9 Mrd. DM an. Getragen wurde dieses Ergebnis von den umsatzstärksten Bereichen, wie dem Ernährungsgewerbe, der Chemischen Industrie und der Metallerzeugung und -bearbeitung.
Damit erhöhten sich in Sachsen-Anhalt die Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22,4 Prozent. Die Neuen Bundesländer und Berlin-Ost erreichten eine Umsatzsteigerung von 13,7 Prozent.
Die Auftragseingänge nahmen ebenfalls spürbar zu, wobei die Bestellungen aus dem Ausland stärker stiegen als die Bestellungen aus dem Inland. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum gingen insgesamt 18,1 Prozent mehr Aufträge ein. Die Bestellungen aus dem Ausland erhöhten sich um 26,9 Prozent und aus dem Inland um 16,0 Prozent. Die Neuen Bundesländer und Berlin-Ost konnten diese Zuwachsraten nicht verzeichnen.
Die Zahl der Beschäftigten lag im Zeitraum Januar bis September 2000 mit 103 181 Personen über dem Stand des Vorjahreszeitraumes. Unverändert waren in Sachsen-Anhalt anteilig die meisten Beschäftigten im Ernährungsgewerbe tätig.
Im Durchschnitt der Neuen Bundesländer und Berlin-Ost erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um 2,9 Prozent. Sachsen-Anhalt erreichte mit einem Zuwachs von 1,0 Prozent diesen Durchschnittswert nicht.

Die Situation im Baugewerbe Sachsen-Anhalts gestaltete sich weiterhin schwierig. Sie widerspiegelt die insgesamt in den Neuen Bundesländern und Berlin-Ost rückläufige Entwicklung.
Das Bauhauptgewerbe wies im Zeitraum Januar bis September 2000 bei der Anzahl der Beschäftigten, beim baugewerblichen Umsatz und bei den Auftragseingängen Rückgänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus.
In den Neuen Bundesländern und Berlin-Ost zeichnete sich der gleiche Trend ab. Der Beschäftigtenabbau fiel in Sachsen-Anhalt mit einem Rückgang von 15,4 Prozent deutlich höher aus als im Durchschnitt der Neuen Bundesländer und Berlin-Ost. Hier sank die Anzahl der Beschäftigten um 1,8 Prozent.
Beim Ausbaugewerbe ging die Anzahl der Beschäftigten mit 15,9 Prozent stärker zurück als der Gesamtumsatz mit einem Rückgang von 8,9 Prozent. Daraus resultierte ein Anstieg des Umsatzes je Beschäftigten auf 92 984 DM. Der Zuwachs betrug in Sachsen-Anhalt 8,4 Prozent und war damit doppelt so hoch wie die in den Neuen Bundesländern und Berlin-Ost durchschnittlich erzielte Zuwachsrate.

Der in Kürze erscheinende vierteljährliche Konjunkturbericht enthält neben detaillierten Informationen zur Wirtschaftsentwicklung in Sachsen-Anhalt auch weitere ausgewählte Vergleichsdaten für das frühere Bundesgebiet sowie für die Neuen Bundesländer und Berlin-Ost.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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