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Pressemitteilungen 1997 - Dezember


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PM 134 / 1997
18.12.1997

Soeben erschienen : Das Statistische Jahrbuch 1997

Soeben erschienen : Das Statistische Jahrbuch 1997

Pressemitteilung 134/1997

Halle, 18.12.1997

Soeben erschienen : Das Statistische Jahrbuch 1997

Der Direktor des Statistischen Landesamtes Manfred Scherschinski stellte gestern das neue Statistische Jahrbuch 1997 der Öffentlichkeit vor.

Die diesjährige Ausgabe ist bereits die siebente Ausgabe in Folge nach der deutschen Wiedervereinigung.

Die wichtigsten Daten der amtlichen Statistik werden auf knapp 600 Seiten für das Land Sachsen-Anhalt und seine Kreise dargestellt.

Die Fülle von Informationen ist, wie in den vergangenen Jahren, in zwei Jahrbuchteilen, dem "Landesteil" mit seinen 23 Kapiteln und dem "Kreisteil" mit 19 Kapiteln, übersichtlich dargestellt. Besonderer Wert wurde auf die Vergleichbarkeit langfristiger Reihen gelegt, die methodisch von Jahr zu Jahr in gleicher Weise berechnet wurden.

Farbige Grafiken unterstützen die Anschaulichkeit des Zahlenmaterials.

Das Jahrbuch soll ein Abbild der Entwicklung in nahezu allen wirtschaftlichen und sozialen Bereichen darstellen. Dazu wurden zwar überwiegend die Daten der amtlichen Statistik genutzt, aber auch Daten anderer Behörden wie z.B. der Arbeitsämter, des Landesamtes für Umweltschutz oder des Deutschen Wetterdienstes flossen in dieses umfangreiche Zahlenwerk ein.

Der im Teil I enthaltene "Ländervergleich" wurde in der vorliegenden Ausgabe gegenüber den Vorjahren erweitert. Einheitliche Erfassungs- und Darstellungsmethoden im System der deutschen amtlichen Statistik lassen anhand der vorliegenden Zahlen Vergleiche zwischen den Bundesländern zu.

Aus der Breite des Informationsangebotes sollen hier einige Beispiele herausgezogen werden:

Die Bevölkerungszahl hat sich im Jahr 1996 um weitere 15308 Einwohner verringert, jedoch war der Rückgang nicht so hoch wie im Jahr 1995 (20285).

Die Zahl der Geburten betrug 1996 exakt 16152 und war damit um 1584 höher als 1995.

Das Geburtendefizit ging um rund 2500 auf 16487 Personen zurück.

Der Anteil der ausländischen Bevölkerung steigt auch in Sachsen-Anhalt. Er betrug 1990 noch 0,6 Prozent, 1996 waren es 1,7 Prozent.

Die Hochschulen Sachsen-Anhalts erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Die Zahl der Studierenden stieg um 1801 auf 29042 an. Allein 1267 mehr Frauen und Mädchen kamen nach Sachsen-Anhalt.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer ging 1996 gegenüber 1995 um 24930 auf 942203 Personen zurück.

Besonders krass ist dieser Rückgang im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe ausgefallen. Der Dienstleistungssektor zeigte einen geringen Zuwachs.

In der gewerblichen Wirtschaft wurden 1996 mehr Rinder und Schweine geschlachtet als 1995. 1995 waren es 24200 Rinder und 1765000 Schweine. 1996 waren es 32400 Rinder und 1882800 Schweine.

Die Zahl der Hausschlachtungen ging bei Schweinen zurück, stieg aber bei den Rindern an.

Die Zahl der Insolvenzverfahren stieg in den letzten drei Jahren drastisch an, und hier besonders im Baugewerbe und im Grundstücks- und Wohnungswesen.

Von den 1480 Insolvenzverfahren des Jahres 1996 wurden allein 1011 mangels Masse abgelehnt und nur 469 Verfahren eröffnet.

Daß sich auf dem Bau etwas tut, zeigen die steigenden Zahlen fertiggestellter Wohnungen. 19321 wurden insgesamt fertiggestellt, darunter 16922 durch Neubau.

Die Zahlen des Gastgewerbes zeigen, daß besonders gern die Niederländer die Briten, Franzosen, Schweden und Dänen unser Sachsen-Anhalt besuchen.

Die Straßenverkehrsunfallstatistik zeigt erfreulicherweise einen starken Rückgang der Zahl der bei Unfällen Getöteten. 1995 waren es 547 Personen, 1996 waren es 481 Personen.

Die Entwicklung des Preisindex für die Lebenshaltung weist besonders bei den Wohnungsmieten, der Energie, der Gesundheits- und Körperpflege sowie für Dienstleistungen hohe Steigerungsraten auf. So sind z.B. die Wohnungsmieten gegenüber 1991 auf 317,8 ; Güter für Gesundheitswesen und Körperpflege auf 136,6 gestiegen.

Die Bruttostundenverdienste der Arbeiter im Produzierenden Gewerbe stiegen von 18,40 DM im Jahr 1995 auf 19,09 DM im Jahr 1996.

Im Ländervergleich auf der Seite 447 ist ersichtlich, daß Sachsen-Anhalt mit diesen Stundenlöhnen nach Thüringen und Sachsen am Ende der Skala steht.

Das Bruttoinlandsprodukt nahm 1996 real, also zu Preisen von 1991, nur geringfügig um 0,1 % zu. Der Anteil Sachsen-Anhalts am Bruttoinlandsprodukt der neuen Bundesländer ging von 17,0 im Jahr 1995 auf 16,7 im Jahr 1996 zurück.

Das Statistische Jahrbuch kann ab sofort beim

Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt
Öffentlichkeitsarbeit
Postfach 20 11 56
06012 Halle (Saale)

zum Preis von 30,00 DM Teil I und 10,00 DM Teil II erworben werden.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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