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Pressemitteilung: Durchschnittlicher Kaufwert für landwirtschaftliche Grundstücke in Sachsen-Anhalt in den letzten beiden Jahren gestiegen
Pressemitteilung 56/1996
Halle, 27.06.1996
Durchschnittlicher Kaufwert für landwirtschaftliche Grundstücke in Sachsen-Anhalt in den letzten beiden Jahren gestiegen
Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes wurden 1995 in Sachsen-Anhalt 1090 Verkäufe
landwirtschaftlicher Grundstücke registriert. Insgesamt wechselten 4470 Hektar Acker- bzw.
Grünland für rund 52 Mill. DM den Besitzer. Damit hat zwar die Zahl der Kauffälle (-19
Prozent) und auch die Größe der veräußerten Fläche (-26 Prozent) gegenüber dem Vorjahr
abgenommen, aber der durchschnittliche Kaufwert eines Hektar Fläche lag mit 11.631,- DM über
denen der beiden Vorjahre (1994=10.832,- DM, 1993=10.342,- DM).
Überwiegend wurden Grundstücke ohne Gebäude und ohne Inventar veräußert. Die
Durchschnittsgröße der 1995 verkauften landwirtschaftlichen Grundstücke betrug 4,12 Hektar
und hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter verringert. 1994 stand Sachsen-Anhalt mit 4,55
Hektar je Kauffall einem Durchschnitt der neuen Bundesländer von 6,02 Hektar gegenüber. Im
Unterschied dazu lag der im Vorjahr erzielte Kaufwert je Hektar Fläche um 3.225,- DM über
dem Durchschnitt, was im Zusammenhang mit der besseren Bodengüte der verkauften Flächen
zu sehen ist.
Die durchschnittliche Ertragsmeßzahl je Hektar veräußerter Fläche der landwirtschaftlichen
Nutzung war 1994 mit 59,3 (in Hundert) höher als die im Gebiet der neuen Bundesländer
insgesamt (45,1). 1995 wurden in Sachsen-Anhalt noch relativ mehr Flächen mit besserer
Bodengüte und Ertragsfähigkeit verkauft; die erzielte durchschnittliche Ertragsmeßzahl betrug
64,1 je Hektar. Bei näherer Betrachtung der einzelnen Kauffälle ist jedoch nicht immer ein
eindeutiger Zusammenhang zwischen Bodengüte und Kaufwert zu sehen, denn auch andere
Faktoren wie Größe, Lage, Nähe zu Verkehrswegen, Angebot und Nachfrage auf dem
Grundstücksmarkt usw. wirken sich auf den Preis aus.
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