Todesursache

Die Todesursache beinhaltet alle Krankheiten, Verletzungen und krankhaften Zustände, die direkt oder indirekt zum Tod führten. Außerdem sind äußere Umstände, die zum Tod führende Verletzungen hervorriefen, als nichtnatürliche Todesursachen einbezogen.

Erfassungsgrundlage für die Todesursachenstatistik sind der vom Leichenschauarzt ausgestellte Totenschein sowie die vom Standesbeamten aufgrund der Todesfallanzeige erstellte Sterbefallzählkarte.

Die Todesursachenstatistik wird nach den Regeln der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unikausal aufbereitet, d.h. von den Angaben zur Todesursache im Totenschein, die als Kausalkette von dem unmittelbar zum Tode führenden Leiden bis zum Grundleiden zurückführen, wird nur dieses Grundleiden für die Statistik  herangezogen und signiert.

Um überregionale Vergleiche der Sterblichkeit zu ermöglichen, ist eine weltweit einheitliche Erfassung und Klassifizierung der Todesursachen unerlässlich. Aus diesem Grund erfolgt die Signierung der Todesursachen anhand der von der WHO verabschiedeten "Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme", in der Bundesrepublik Deutschland seit dem 01.01.1998 in der Fassung der 10. Revision (ICD-10).

In der amtlichen Todesursachenstatistik wurden in den Jahren 1980 bis 1997 Todesursachen  nach der 9. Revision der ICD signiert. Das bedeutet, dass Zeitreihen nicht (bzw. noch nicht) problemlos fortgesetzt werden können - aus den ehemals 17 Todesursachenklassen wurden jetzt 20 - zumal ein praktikabler „Umsteiger“ noch nicht vorliegt. Wenn hier trotzdem der Versuch unternommen wird, Zeitreihen beginnend ab dem Jahr 1990 anzubieten, muss man sich der o.g. Unzulänglichkeiten bewusst sein.

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